„Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben.“ US-Präsident Donald Trump auf Truth Social am heutigen Dienstag – expliziter als je zuvor. Er wolle nicht, dass das passiert. Doch er rechne damit. Die Märkte reagieren. Am Kryptomarkt verlor Bitcoin auf Stundensicht 1 Prozent, auf 24-Stunden-Sicht 2,4 Prozent. Altcoins traf es teils deutlich härter.
Krypto-Anleger verunsichert
Der Fear & Greed Index steht heute bei 11 – tiefer als gestern (13). Signal: Extreme Furcht. Der Index misst die Marktstimmung anhand von sechs Faktoren: Volatilität, Handelsvolumen, Social Media, Umfragen, Bitcoin-Dominanz und Google Trends. Werte unter 25 gelten historisch als Kontraindikator – ein Hinweis auf überverkaufte Bedingungen.
Doch die aktuelle Lage ist keine gewöhnliche Korrektur. Angesichts der geopolitischen Eskalation warnen Analysten: Was wie Überverkauf aussieht, könnte erst der Anfang sein.
Im Zentrum steht die Straße von Hormuz – die wichtigste Schlagader der globalen Energieversorgung. Trumps Ultimatum läuft um 2:00 Uhr deutscher Zeit ab (20:00 Uhr ET).
Erfahrene Marktbeobachter mahnen dennoch zur Besonnenheit. Trumps „Maximum Pressure“-Diplomatie folgt einem bekannten Muster: drastische Drohung, Last-Minute-Einigung. Ein strategischer Bluff – oder eine kurzfristige Verlängerung der Deadline – könnte die Märkte innerhalb von Minuten drehen.

Alex Merten hat Wirtschaftswissenschaften mit Fokus auf Geldpolitik und digitale Märkte studiert. Seit mehr als 5 Jahren analysiert er die Entwicklungen im Krypto- und Finanzsektor und beschäftigt sich besonders mit der Rolle von Bitcoin in einem globalen Marktumfeld. Neben makroökonomischen Einschätzungen liegt sein Fokus auf datenbasierten Kursprognosen, Marktanalysen und verständlich aufbereiteten Infografiken. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er auch Beiträge auf cryptonews.com. Bei seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf Faktentreue, Relevanz und eine klare Einordnung des täglichen Marktgeschehens.
