Trump-Ultimatum: 2-Uhr-Showdown am Kryptomarkt?

Alex Merten

07.04.2026, 16:18 Uhr

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„Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben.“ US-Präsident Donald Trump auf Truth Social am heutigen Dienstag – expliziter als je zuvor. Er wolle nicht, dass das passiert. Doch er rechne damit. Die Märkte reagieren. Am Kryptomarkt verlor Bitcoin auf Stundensicht 1 Prozent, auf 24-Stunden-Sicht 2,4 Prozent. Altcoins traf es teils deutlich härter.

Krypto-Anleger verunsichert

Der Fear & Greed Index steht heute bei 11 – tiefer als gestern (13). Signal: Extreme Furcht. Der Index misst die Marktstimmung anhand von sechs Faktoren: Volatilität, Handelsvolumen, Social Media, Umfragen, Bitcoin-Dominanz und Google Trends. Werte unter 25 gelten historisch als Kontraindikator – ein Hinweis auf überverkaufte Bedingungen.

Doch die aktuelle Lage ist keine gewöhnliche Korrektur. Angesichts der geopolitischen Eskalation warnen Analysten: Was wie Überverkauf aussieht, könnte erst der Anfang sein.

Im Zentrum steht die Straße von Hormuz – die wichtigste Schlagader der globalen Energieversorgung. Trumps Ultimatum läuft um 2:00 Uhr deutscher Zeit ab (20:00 Uhr ET).

Erfahrene Marktbeobachter mahnen dennoch zur Besonnenheit. Trumps „Maximum Pressure“-Diplomatie folgt einem bekannten Muster: drastische Drohung, Last-Minute-Einigung. Ein strategischer Bluff – oder eine kurzfristige Verlängerung der Deadline – könnte die Märkte innerhalb von Minuten drehen.

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