Strategy plant eine Änderung der Ausschüttungsstruktur seiner Vorzugsaktie Stretch (STRC): Statt einmal soll die Dividende ab Mitte Juli zweimal pro Monat gezahlt werden. Das Unternehmen hat den Vorschlag als Proxy-Antrag eingereicht. Abstimmen können Aktionäre, die am 17. April im Register standen – das Voting startet voraussichtlich um den 28. April, die finale Entscheidung fällt auf der Jahreshauptversammlung am 8. Juni.
Am Gesamtvolumen ändert sich nichts: Der Dividendensatz bleibt bei 11,5 Prozent, die jährliche Ausschüttungsverpflichtung bei rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Die einzelne Zahlung wird schlicht halbiert und auf zwei Termine verteilt.
Hinter der Änderung steckt eine handfeste strategische Logik: Am Ex-Dividend-Tag fällt der STRC-Kurs regelmäßig um den Betrag der Ausschüttung. Sinkt er dabei unter den Nennwert von 100 US-Dollar, kann Strategy keine neuen Anteile über sein At-the-Market-Programm ausgeben – und damit kein frisches Kapital für Bitcoin-Käufe einsammeln. Kleinere, häufigere Ausschüttungen sollen diesen Rücksetzer dämpfen und den Finanzierungskanal offen halten. Strategy hält aktuell 780.897 Bitcoin in seiner Bilanz.
STRC wurde im Juli 2025 zu einem Ausgabepreis von 90 US-Dollar emittiert und strebt einen Nennwert von 100 US-Dollar an. Anders als die übrigen Strategy-Vorzugsaktien STRK, STRF, STRD und STRE ist der Dividendensatz bei STRC variabel – Strategy passt ihn monatlich an, um den Kurs nah am Nennwert zu halten.

Raphael Lulay ist Herausgeber und Redakteur von boersen-parkett.de. Seit 2018 berichtet er über Kryptowährungen, Bitcoin, Altcoins und digitale Kapitalmärkte. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf Block-Builders.de und Bitcoin-2Go.de. Zuvor schrieb er auch für Finanzpublikationen wie Fonds Finanz und das B.MAG Bankenmagazin. Sein Fokus liegt auf der datenbasierten Einordnung von Marktbewegungen, Kapitalflüssen, Regulierung und Krypto-Trends für Anleger. E-Mail: [email protected]
