Empfehlungen

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2026 · Autor: Raphael Lulay

Boersen-Parkett · Empfehlungen

Börse, Wallet, Steuertool, Karte: meine fünf Empfehlungen

Seit 2018 schreibe ich professionell Reviews über Krypto-Börsen, Broker und weitere Finanzprodukte. Hier findest Du die Anbieter, die ich für ihren jeweiligen Zweck empfehle – mit den Gründen, den wichtigsten Kosten und den Grenzen, die Du kennen solltest.

seit 2018Reviews zu Krypto & Finanzen
300+geprüfte Anbieter
5Empfehlungen, kein Ranking
🔍

Transparenz: Die Buttons zu den Anbietern sind Affiliate-Links und als solche gekennzeichnet. Eröffnest Du darüber ein Konto oder kaufst etwas, erhält Boersen-Parkett eine Provision – für Dich entstehen keine Mehrkosten. Bezahlte Platzierungen gibt es auf dieser Seite nicht: Kein Anbieter kann sich einen Platz kaufen, die Auswahl treffe ich redaktionell. Mehr dazu unter Transparenz und Finanzierung.

Welche Empfehlung passt zu Dir?

Die fünf Empfehlungen decken unterschiedliche Bedürfnisse ab und ergänzen sich – Du brauchst nicht alle. Ausführlichere Gegenüberstellungen findest Du im Krypto-Börsen-Vergleich und im Hardware-Wallet-Vergleich.

Meine Empfehlungen im Detail
🌐

eToro

Multi-Asset-Broker
Seit 2007 am Markt MiCAR-lizenziert Nasdaq-notiert 200+ Coins Krypto: 1 % je Kauf und Verkauf

Passt zu Dir, wenn Du Aktien, ETFs und Kryptowährungen in einem einzigen Konto verwalten möchtest.

eToro ist seit 2007 am Markt, in der EU nach MiCAR lizenziert und inzwischen selbst an der Nasdaq notiert. Für Kunden in Deutschland arbeitet eToro bei Kryptowerten mit der Tangany GmbH zusammen, einem BaFin-lizenzierten Kryptoverwahrer. Neben mehr als 200 Coins handelst Du Aktien, ETFs und Rohstoffe: ETFs ohne Provision, bei Aktien kann je nach Börse eine Provision von 1 oder 2 US-Dollar pro Order anfallen.

Für Krypto gilt im Standardfall eine Gebühr von 1 % beim Kauf und 1 % beim Verkauf, dazu kommt der Marktspread. Bei 1.000 Euro sind das rund 10 Euro pro Richtung – für gelegentliche Käufe vertretbar, aber kein Spitzenwert. Wie eToro im Detail abschneidet, steht in meinem eToro-Erfahrungsbericht. Wer sich für Neuemissionen interessiert, findet Hintergründe etwa zum SpaceX-Börsengang.

Die Grenze: Wer ausschließlich Krypto kauft und auf jeden Gebührenpunkt achtet, fährt mit einer spezialisierten Börse günstiger. Und wer Coins später auf eine eigene Wallet übertragen möchte, sollte die Transferkosten vorab prüfen.

Zu eToro → Affiliate-Link

Investitionen in Kryptowerte sind mit Risiken verbunden und möglicherweise nicht für Privatanleger geeignet. Es kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Informiere dich hier über die Risiken: hier

₿

Bitvavo

Spezialisierte Krypto-Börse
MiCA-zugelassen (AFM, NL) Taker 0,25 % · Maker 0,15 % SEPA-Einzahlung kostenlos Reine Krypto-Börse

Passt zu Dir, wenn Du ausschließlich Kryptowährungen kaufst – regelmäßig oder in größeren Beträgen – und die Kosten niedrig halten willst.

Bitvavo sitzt in Amsterdam, ist von der niederländischen Finanzaufsicht AFM als Kryptodienstleister unter MiCA zugelassen und konzentriert sich vollständig auf Kryptowerte. Das macht die Plattform übersichtlich – und vor allem günstig.

Die Handelsgebühr richtet sich nach Deinem Volumen der vergangenen 30 Tage. Unter 100.000 Euro zahlst Du bei Euro-Handelspaaren 0,25 % als Taker – das gilt, wenn Deine Order sofort ausgeführt wird, etwa beim einfachen Kauf in der App. Legst Du im Pro-Modus eine Limit-Order ins Orderbuch, die nicht sofort ausgeführt wird, zahlst Du als Maker 0,15 %. Ein Bitcoin-Kauf über 1.000 Euro kostet als Taker also 2,50 Euro. Einzahlungen per SEPA sind kostenlos, Kreditkarte und Apple Pay kosten 1 %, PayPal 2 %.

Besonders bei regelmäßigen Käufen macht sich das bemerkbar: Wer einen Krypto-Sparplan anspart, zahlt die Gebühr bei jeder Ausführung – niedrige Sätze summieren sich über die Jahre.

Weniger geeignet ist Bitvavo, wenn Du Aktien oder ETFs im selben Konto halten möchtest. Die Plattform bleibt bewusst eine reine Krypto-Börse.

Der Handel mit Kryptowährungen ist mit erheblichen Risiken verbunden. Kursverluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.

🔐

Tangem

Hardware-Wallet
Karten-Set ab ca. 55 US-Dollar EAL6+-zertifizierter Chip Backup über mehrere Karten Seed-Phrase optional Bedienung per Smartphone (NFC)

Passt zu Dir, wenn Du Deine Coins selbst verwahren möchtest und einen einfachen Einstieg ohne Kabel, Akku und Wortliste suchst.

Liegen Deine Coins auf einer Börse, verwaltet der Anbieter die privaten Schlüssel – Du vertraust darauf, dass er Deine Bestände sicher verwahrt und auszahlt. Mit einer Hardware-Wallet kontrollierst Du die Schlüssel selbst. Das macht Dich unabhängig von Pleiten, Hacks oder Auszahlungsstopps einer Plattform, bedeutet aber auch: Für das Backup bist allein Du verantwortlich. Für kleine Beträge oder aktives Handeln kann ein regulierter Verwahrer deshalb die pragmatischere Wahl sein. Die Unterschiede erkläre ich im Beitrag zu Hot Wallet und Cold Wallet.

Tangem ist für mich der zugänglichste Weg in die Selbstverwahrung. Die Wallet steckt in einer Karte im Scheckkartenformat, bedient wird sie über die Tangem-App durch kurzes Auflegen aufs Smartphone. Der private Schlüssel wird im zertifizierten Chip erzeugt und verlässt ihn laut Hersteller nicht unverschlüsselt. Statt einer Wortliste dienen weitere Karten desselben Sets als Backup – bewahrst Du sie getrennt auf, bleibt der Zugriff erhalten, auch wenn eine Karte verloren geht. Details stehen in meinem Tangem-Erfahrungsbericht.

Wichtig beim Backup: Solange Du noch eine Karte des Sets hast, kommst Du an Deine Coins – sinnvoll ist dann, auf ein neues Set umzuziehen. Erst wenn alle Karten verloren sind und Du keine Seed-Phrase angelegt hast, ist der Zugriff dauerhaft weg. Eine optionale Seed-Phrase schafft einen zusätzlichen Wiederherstellungsweg, ist aber selbst ein kopierbares Geheimnis und gehört ausschließlich offline an einen sicheren Ort.

Zu bedenken: Tangem hat kein eigenes Display, Transaktionen prüfst Du auf dem Smartphone; eine Desktop-Nutzung gibt es nicht. Die Chip-Firmware ist nicht quelloffen und lässt sich nicht aktualisieren. Im Juli 2026 hat das Sicherheitslabor des Konkurrenten Ledger einen Laserangriff veröffentlicht, mit dem sich der Zugangscode einer Karte zurücksetzen lässt – allerdings nur mit der Karte in der Hand, teurer Laborausrüstung und Spezialwissen. Tangem hält das Risiko im Alltag für praktisch nicht relevant. Die Konsequenz bleibt dennoch: Karten so sicher aufbewahren wie Bargeld. Wer ein Gerät mit Display oder quelloffener Firmware bevorzugt, findet Alternativen im Hardware-Wallet-Vergleich.

Mein Rat zum Kauf: am besten direkt beim Hersteller oder bei einem offiziellen Vertriebspartner. Von gebrauchten oder bereits eingerichteten Karten solltest Du die Finger lassen.

Eine Hardware-Wallet schützt Deine Schlüssel, nicht vor Kursverlusten. Krypto-Investitionen unterliegen starken Kursschwankungen, ein Totalverlust ist möglich.

📊

CoinTracking

Krypto-Steuer-Tool
Anbieter aus München Import per API & CSV FIFO & Haltefrist Steuerreport ab 39 € im Jahr

Passt zu Dir, wenn Du über mehrere Börsen und Wallets hinweg handelst und im Frühjahr nicht jede Transaktion von Hand zusammensuchen willst.

CoinTracking führt Deine Trades aus verschiedenen Börsen und Wallets zusammen, berechnet Gewinne nach dem FIFO-Verfahren und behält die einjährige Haltefrist im Blick. Daraus entsteht ein Steuerreport, den Du für Deine Erklärung verwenden kannst. Die Auswertungen reichen zudem weit über die Steuer hinaus – vom Portfolio-Verlauf bis zur Analyse einzelner Coins. Die steuerlichen Grundlagen erkläre ich im Themenbereich Kryptowährungen und Steuern.

Kostenlos oder bezahlt? Die kostenlose Version eignet sich, um das Portfolio zu verfolgen und das Tool kennenzulernen, einen Steuerreport erstellt sie aber nicht. Den gibt es ab dem Starter-Tarif für 39 Euro im Jahr, der bis zu 200 Transaktionen abdeckt. Wer aktiver handelt oder Staking und DeFi nutzt, landet schnell beim Pro-Tarif mit bis zu 3.500 Transaktionen für 129 Euro im Jahr.

Ein automatisch erzeugter Report ist allerdings nur so gut wie die Daten dahinter. Prüfe, ob alle Börsen und Wallets vollständig importiert sind, und kontrolliere Sonderfälle wie Staking-Erträge, Airdrops oder Übertragungen zwischen eigenen Wallets. Bei komplexen Fällen lohnt der Blick eines Steuerberaters.

Weniger nötig ist das Tool, wenn Du nur eine Handvoll Käufe im Jahr machst und lange hältst. Dann reicht oft eine einfache Tabelle – oder der Krypto-Haltefrist-Rechner.

Dieser Beitrag ersetzt keine Steuerberatung. Für verbindliche Auskünfte wende Dich an einen Steuerberater.

💳

Krak Card

Krypto-Debitkarte mit Cashback
Mastercard-Debitkarte Keine Karten- oder Fremdwährungsgebühr Cashback 0,5–2 % je nach Guthaben In Deutschland verfügbar

Passt zu Dir, wenn Du Euro- und Krypto-Guthaben im Alltag ausgeben möchtest – idealerweise, weil Du ohnehin Kraken nutzt.

Eine Krypto-Karte ist kein Muss, aber ein praktisches Extra. Meine Empfehlung ist die Krak Card aus dem Hause Kraken. Sie ist eine Debitkarte, keine Kreditkarte: Du bezahlst direkt aus Deinem Guthaben, einen Kreditrahmen gibt es nicht. Virtuelle Karte und Plastikkarte sind kostenlos, beim Bezahlen in Fremdwährung gibt Kraken den Mastercard-Kurs ohne Aufschlag weiter. Für Abhebungen am Automaten verlangt Krak selbst nichts, der Automatenbetreiber kann aber Gebühren erheben. Zahlst Du mit Krypto statt mit Euro, ist ein variabler Umrechnungsspread eingepreist.

So funktioniert das Cashback: Die Höhe hängt vom durchschnittlichen Guthaben der letzten 30 Tage bei Krak, Kraken und Kraken Pro ab. Unter 200 Euro gibt es kein Cashback, ab 200 Euro 0,5 %, ab 1.000 Euro 1 %, ab 10.000 Euro 1,5 % und ab 50.000 Euro 2 %. Neukunden erhalten in den ersten 30 Tagen die höchste Stufe. Ausgezahlt wird wahlweise in Euro oder Bitcoin. Wie die Karte gegen andere Anbieter abschneidet, zeigen mein Krypto-Kreditkarten-Vergleich und der Krak-Card-Erfahrungsbericht.

Wichtig zu wissen: Für höheres Cashback musst Du Guthaben bei Kraken halten – das steht im Widerspruch zur Selbstverwahrung. Und steuerlich gilt: Wer mit Krypto bezahlt, veräußert Coins. Steuerpflichtig wird das in Deutschland in der Regel nur, wenn Du die Coins weniger als ein Jahr gehalten hast und Deine Gewinne aus solchen Verkäufen im Jahr die Freigrenze von 1.000 Euro übersteigen. Zahlst Du aus Deinem Euro-Guthaben, entsteht kein Krypto-Verkauf.

Krak Card ansehen → Affiliate-Link

Der Handel mit und die Verwendung von Kryptowährungen ist mit Risiken verbunden. Zahlungen mit Krypto-Assets können steuerpflichtige Vorgänge auslösen. E-Geld-Guthaben unterliegt keiner Einlagensicherung.

So entsteht diese Auswahl

Grundlage sind meine Reviews seit 2018. Über 300 Anbieter habe ich dabei geprüft – von Börsen und Brokern über Wallets bis zu Steuertools. Auf diese Seite kommt nur, was ich für seinen Einsatzzweck empfehlen kann. Welche Kriterien zählen, hängt von der Produktart ab:

  • Börsen und Broker: Gebühren, Regulierung und Verwahrung, Bedienbarkeit im Alltag
  • Hardware-Wallets: Sicherheitskonzept, Backup-Möglichkeiten, Bedienung
  • Steuertools: Datenimport, Berechnung nach deutschen Regeln, Qualität der Auswertungen
  • Karten: laufende Kosten, Cashback-Bedingungen, Regulierung des Anbieters

Die Seite ist kein Ranking aller Anbieter am Markt. Jede Empfehlung deckt einen anderen Bedarf ab, und für manche Leser passt eine Alternative besser. Gebühren und Konditionen habe ich zuletzt am 28. September 2026 anhand der Angaben der Anbieter geprüft. Ändern sich Konditionen oder überzeugt ein Anbieter nicht mehr, passe ich die Seite an.

Über den Autor

Raphael Lulay ist Herausgeber und Redakteur von boersen-parkett.de. Er verfügt über einen akademischen Hintergrund in Politik, Soziologie und Verwaltung (B.A.) und berichtet seit 2018 über Kryptowährungen, Bitcoin, Altcoins und digitale Kapitalmärkte. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf Block-Builders.de und Bitcoin-2Go.de. Zuvor schrieb er auch für Finanzpublikationen wie Fonds Finanz und das B.MAG Bankenmagazin. Sein Fokus liegt auf der datenbasierten Einordnung von Marktbewegungen, Kapitalflüssen, Regulierung und Krypto-Trends für Anleger. E-Mail: [email protected]