Der weltgrößte Vermögensverwalter positioniert sich neu. Robbie Mitchnick, Leiter für digitale Assets bei BlackRock, erklärte am Dienstag beim Digital Asset Summit in New York, dass Künstliche Intelligenz den Krypto-Markt langfristig stärker prägen werde als die Flut neuer Altcoins.
Die meisten Tokens seien „Nonsense“, so Mitchnick wörtlich. Institutionelle Anleger konzentrierten sich zunehmend auf Bitcoin und Ether – die meisten anderen Token hätten kaum Bestand. Die Rotation unter den Top-Assets sei „ziemlich heftig“, nur diese beiden hätten sich langfristig gehalten.
Crypto als „computer-natives Geld“ für KI-Agenten
BlackRocks Kernthese: Krypto und KI ergänzen sich natürlich. KI bringe computerbasierte Daten und Intelligenz, Krypto liefere das dazu passende computerbasierte Geld. Für autonome KI-Agenten, die eigenständig Zahlungen abwickeln, sei dezentrales Geld die logische Infrastruktur.
Mitchnick sieht Bitcoin zudem als Diversifikations-Asset in einer Welt, die durch KI-Disruption umgebaut wird. Nicht als Spekulationsvehikel – sondern als strukturellen Baustein.
Miner vollziehen den Schwenk bereits
Diese Einschätzung spiegelt sich in der Branche wider, wie boersen-parkett.de erst unlängst berichtete. Bitcoin-Miner wie Hut 8 und Core Scientific bauen ihre Rechenzentren aktiv auf KI und High-Performance-Computing um. Wer heute günstige Stromkapazitäten hält, sitzt auf einem begehrten Asset – nicht mehr nur für Mining, sondern für KI-Infrastruktur.
Was das für Anleger bedeutet
BlackRock verwaltet rund 14 Billionen US-Dollar. Wenn der Konzern Bitcoin als KI-Infrastruktur-Play rahmt, ist das keine akademische These. Das verändert, wie institutionelles Kapital in den Markt fließt – weg von Altcoin-Diversifikation, hin zu konzentrierten Positionen in Bitcoin und Ether.
Für deutsche Anleger, die ihr Krypto-Portfolio breit über Altcoins gestreut haben, ist das eine klare Ansage des weltweit größten Vermögensverwalters: Die institutionelle Richtung zeigt auf Bitcoin – und kaum auf etwas darunter. Die Frage, wie viel man in Bitcoin investieren sollte, wird auch im Anbetracht dieser aktuellen Krypto News verstärkt auf Social Media diskutiert.

Raphael Lulay ist Herausgeber und Redakteur von Boersen-Parkett.de. Er berichtet über Kryptowährungen und digitale Kapitalmärkte mit Fokus auf Bitcoin, Altcoins, Kapitalflüsse, Regulierung und Marktstruktur. Seine Analysen verbinden aktuelle Nachrichten mit datenbasierter Einordnung für Anleger. E-Mail: kontakt@raphael-lulay.de.