BlackRock: Bitcoin ist KI-Infrastruktur – Die meisten Altcoins sind „Nonsense“

Raphael Lulay

25.03.2026, 09:09 Uhr

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Der weltgrößte Vermögensverwalter positioniert sich neu. Robbie Mitchnick, Leiter für digitale Assets bei BlackRock, erklärte am Dienstag beim Digital Asset Summit in New York, dass Künstliche Intelligenz den Krypto-Markt langfristig stärker prägen werde als die Flut neuer Altcoins.

Die meisten Tokens seien „Nonsense“, so Mitchnick wörtlich. Institutionelle Anleger konzentrierten sich zunehmend auf Bitcoin und Ether – die meisten anderen Token hätten kaum Bestand. Die Rotation unter den Top-Assets sei „ziemlich heftig“, nur diese beiden hätten sich langfristig gehalten.

Crypto als „computer-natives Geld“ für KI-Agenten

BlackRocks Kernthese: Krypto und KI ergänzen sich natürlich. KI bringe computerbasierte Daten und Intelligenz, Krypto liefere das dazu passende computerbasierte Geld. Für autonome KI-Agenten, die eigenständig Zahlungen abwickeln, sei dezentrales Geld die logische Infrastruktur.

Mitchnick sieht Bitcoin zudem als Diversifikations-Asset in einer Welt, die durch KI-Disruption umgebaut wird. Nicht als Spekulationsvehikel – sondern als strukturellen Baustein.

Miner vollziehen den Schwenk bereits

Diese Einschätzung spiegelt sich in der Branche wider, wie boersen-parkett.de erst unlängst berichtete. Bitcoin-Miner wie Hut 8 und Core Scientific bauen ihre Rechenzentren aktiv auf KI und High-Performance-Computing um. Wer heute günstige Stromkapazitäten hält, sitzt auf einem begehrten Asset – nicht mehr nur für Mining, sondern für KI-Infrastruktur.

Was das für Anleger bedeutet

BlackRock verwaltet rund 14 Billionen US-Dollar. Wenn der Konzern Bitcoin als KI-Infrastruktur-Play rahmt, ist das keine akademische These. Das verändert, wie institutionelles Kapital in den Markt fließt – weg von Altcoin-Diversifikation, hin zu konzentrierten Positionen in Bitcoin und Ether.

Für deutsche Anleger, die ihr Krypto-Portfolio breit über Altcoins gestreut haben, ist das eine klare Ansage des weltweit größten Vermögensverwalters: Die institutionelle Richtung zeigt auf Bitcoin – und kaum auf etwas darunter. Die Frage, wie viel man in Bitcoin investieren sollte, wird auch im Anbetracht dieser aktuellen Krypto News verstärkt auf Social Media diskutiert.