eToro übernimmt Wallet-Anbieter Zengo – Ausbau von Self-Custody und On-Chain-Funktionen

Raphael Lulay

15.04.2026, 19:17 Uhr

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Die Trading-Plattform eToro baut ihr Krypto-Angebot weiter aus und übernimmt den Self-Custody-Wallet-Anbieter Zengo. Das geht aus einer aktuellen Unternehmensmitteilung hervor. Mit dem Schritt will das Unternehmen seine technischen Fähigkeiten im Bereich nicht-verwahrter Wallets und blockchainbasierter Anwendungen gezielt erweitern.

Zengo ist insbesondere für seine Wallet-Technologie bekannt, die auf Multi-Party-Computation basiert und ohne klassische Seed-Phrase auskommt. Nutzer verwalten ihre digitalen Vermögenswerte dabei eigenständig, während Sicherheitsprozesse auf mehrere Instanzen verteilt werden. Der Ansatz soll typische Schwachstellen herkömmlicher Wallets reduzieren und gleichzeitig die Bedienung vereinfachen.

eToro News: Übernahme von Zengo signalisiert strategischen Ausbau im Krypto-Segment

Mit der Übernahme rückt eToro stärker in Richtung eines integrierten Modells vor, bei dem Handelsplattform und Wallet-Infrastruktur enger miteinander verzahnt sind. Ziel ist es, den Zugang zu blockchainbasierten Anwendungen direkt innerhalb der Plattform zu ermöglichen. Dazu zählen unter anderem dezentrale Finanzanwendungen, tokenisierte Vermögenswerte sowie neue Handelsformen, die direkt auf der Blockchain abgewickelt werden.

Die Entwicklung steht im Kontext eines breiteren Trends im Kryptomarkt: Plattformen erweitern ihre Angebote zunehmend über den reinen Handel hinaus und investieren verstärkt in Infrastruktur, um Nutzer stärker im eigenen Ökosystem zu halten. Self-Custody-Lösungen gewinnen dabei an Bedeutung, da sie mehr Kontrolle über digitale Vermögenswerte ermöglichen und gleichzeitig neue Anwendungsbereiche eröffnen.

Für Anleger hat die Übernahme kurzfristig kaum direkte Auswirkungen, da neue Funktionen voraussichtlich erst schrittweise integriert werden. Mittel- bis langfristig deutet der Schritt jedoch auf eine strategische Verschiebung hin: eToro positioniert sich zunehmend als Plattform, die Trading, Verwahrung und On-Chain-Anwendungen miteinander verbindet. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, diese zusätzlichen Funktionen in ein einfach nutzbares Gesamtangebot zu überführen.

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