Databricks-Aktien kaufen: Alles zum erwarteten Mega-IPO

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Databricks-Aktien kaufen: Alles zum erwarteten Mega-IPO

Databricks gilt als der wahrscheinlichste nächste Mega-Börsengang der KI-Branche – und als einziges profitables Unternehmen in der gesamten AI-IPO-Pipeline. Dieser Ratgeber ordnet ein, wann das Listing kommen könnte, wie das Unternehmen finanziell dasteht und wie Anleger sich vorbereiten können.

134 Mrd. $Bewertung nach der Finanzierungsrunde Anfang 2026
>5,4 Mrd. $Jahresumsatz (ARR), Wachstum rund 55–65 %
Ende 2026/2027Erwartetes Zeitfenster für den Börsengang

Während SpaceX, OpenAI und Anthropic mit Billionen-Bewertungen die Schlagzeilen dominieren, bereitet sich im Hintergrund ein Unternehmen auf den Börsengang vor, das in einem entscheidenden Punkt aus der Reihe fällt: Databricks verdient bereits Geld. Die Daten- und KI-Plattform aus San Francisco erwirtschaftet einen freien Cashflow, wächst zweistellig und wird nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit 134 Milliarden US-Dollar bewertet. Ein S-1-Prospekt liegt zwar noch nicht vor (Stand: Juni 2026), Analysten erwarten das Listing jedoch für das späte Jahr 2026 oder Anfang 2027. Einen Überblick über alle anstehenden Börsengänge bietet unser Hub zu IPO-Aktien.

Auf einen Blick
  • Databricks ist mit 134 Milliarden US-Dollar das wertvollste private Datenplattform-Unternehmen der Welt – und das einzige profitable Unternehmen der AI-IPO-Pipeline.
  • Ein Börsengang wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet, voraussichtlich an der Nasdaq. Ein S-1 wurde bislang nicht eingereicht.
  • Der Jahresumsatz liegt bei über 5,4 Milliarden US-Dollar und wächst um rund 55 bis 65 Prozent pro Jahr.
  • Privatanleger können die Aktie erst ab dem ersten Handelstag über reguläre Broker kaufen – ein Pre-IPO-Einstieg ist praktisch nicht möglich.

Was ist Databricks?

Databricks wurde 2013 von den Entwicklern des Open-Source-Frameworks Apache Spark an der University of California, Berkeley gegründet. CEO ist Mitgründer Ali Ghodsi. Das Unternehmen hat sich vom Anbieter eines Big-Data-Werkzeugs zu einer der zentralen Plattformen der KI-Wirtschaft entwickelt: Auf der sogenannten Data-Intelligence-Plattform speichern, verarbeiten und analysieren Unternehmen ihre Daten – und trainieren darauf zunehmend eigene KI-Modelle.

Zu den mehr als 20.000 Unternehmenskunden zählen Konzerne wie Toyota, AT&T und Shell. Auch die Investorenliste liest sich prominent: Neben Andreessen Horowitz, T. Rowe Price und Fidelity ist auch Nvidia mit rund 500 Millionen US-Dollar beteiligt. Der Chipkonzern, dessen Aktie wir in einem eigenen Ratgeber analysieren, sieht in Databricks einen strategischen Baustein des KI-Ökosystems.

Databricks-IPO: Zeitplan und aktueller Stand

Anders als bei SpaceX oder Anthropic gibt es bei Databricks noch keine offizielle Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC. Der aktuelle Stand (Juni 2026) im Überblick:

EckdatenStand Juni 2026
S-1-EinreichungNoch nicht erfolgt; Analysten erwarten eine Einreichung im zweiten Halbjahr 2026
Erwartetes ListingEnde 2026 bis Anfang 2027
BörseNasdaq erwartet (nicht bestätigt)
TickerNoch offen
Bewertung (privat)134 Mrd. $ (Finanzierungsrunde Anfang 2026)
Begleitende BankenGoldman Sachs und Morgan Stanley beteiligten sich an der jüngsten Runde; ein Konsortium ist nicht offiziell benannt

Prediction Markets preisen ein Listing im Jahr 2027 derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 40 Prozent ein – deutlich vorsichtiger als bei Anthropic, aber klar vor anderen Kandidaten der Pipeline. Das Management hat sich öffentlich nie auf einen Termin festgelegt und stattdessen wiederholt große private Finanzierungsrunden abgeschlossen. Genau das ist der wichtigste Unsicherheitsfaktor: Solange Databricks privat problemlos Kapital aufnehmen kann, besteht kein Zwang zum Börsengang.

Hinweis: Alle Termin- und Bewertungsangaben beruhen auf Medienberichten und Marktdaten. Verbindlich werden die Konditionen erst mit dem S-1-Prospekt bei der SEC.

Bewertung und Geschäftszahlen

Databricks unterscheidet sich fundamental von den meisten KI-Börsenkandidaten: Während OpenAI Milliardenverluste schreibt und eine Profitabilität erst gegen Ende des Jahrzehnts anpeilt, arbeitet Databricks bereits mit positivem freiem Cashflow. Die wichtigsten Kennzahlen:

KennzahlWert
Jahresumsatz (ARR)über 5,4 Mrd. $
Umsatzwachstumrund 55–65 % pro Jahr
Freier Cashflowpositiv (letzte 12 Monate)
Net Retention Rateüber 140 %
Umsatz aus KI-Produktenüber 1,4 Mrd. $ annualisiert
Enterprise-Kundenmehr als 20.000

Die Net Retention Rate von über 140 Prozent bedeutet: Bestandskunden geben Jahr für Jahr deutlich mehr aus als zuvor – ein Qualitätsmerkmal, das im Softwaresektor nur wenige Unternehmen erreichen. Bei einer Bewertung von 134 Milliarden US-Dollar zahlt der Markt allerdings auch ein Umsatzmultiple von rund 25 – ein sportlicher Wert, der anhaltend hohes Wachstum bereits einpreist.

Geschäftsmodell: Die Data-Intelligence-Plattform

Das Kerngeschäft von Databricks ist das sogenannte Lakehouse-Modell – eine Architektur, die klassisches Data Warehousing und flexible Datenspeicher (Data Lakes) in einer Umgebung vereint. Unternehmen müssen ihre Daten dadurch nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen hin- und herbewegen, um sie zu analysieren oder für KI-Anwendungen zu nutzen.

Mit der Übernahme des KI-Startups MosaicML für 1,3 Milliarden US-Dollar hat Databricks zudem eine eigene Sparte für das Training und den Betrieb von KI-Modellen aufgebaut. Diese KI-Produkte erwirtschaften inzwischen über 1,4 Milliarden US-Dollar annualisierten Umsatz – und positionieren das Unternehmen als Infrastruktur-Anbieter des KI-Booms: Databricks verdient daran, dass andere Unternehmen KI einsetzen, unabhängig davon, welches Modell sich am Ende durchsetzt. Wer breiter in das Thema einsteigen möchte, findet in unserem Ratgeber zu KI-Aktien weitere börsennotierte Alternativen.

Databricks vs. Snowflake

Der direkteste börsennotierte Konkurrent ist Snowflake. Beide Unternehmen kämpfen um denselben Markt: die zentrale Datenplattform großer Unternehmen. Der Vergleich zeigt, wo Databricks beim Börsengang einsortiert werden dürfte:

MerkmalDatabricksSnowflake
Statusprivat, IPO erwartetbörsennotiert (NYSE: SNOW)
HerkunftData Engineering / KI (Apache Spark)Cloud Data Warehousing
Jahresumsatzüber 5,4 Mrd. $rund 4 Mrd. $
Wachstumca. 55–65 %ca. 25–30 %
KI-Fokuseigene Modell-Infrastruktur (Mosaic AI)KI-Funktionen als Plattform-Erweiterung

Databricks wächst aktuell deutlich schneller als der Rivale und hat ihn beim Umsatz überholt. Snowflake wiederum bietet Anlegern den Vorteil, dass die Aktie bereits heute handelbar ist – Details dazu in unserer Snowflake-Analyse. Wie Databricks an der Börse bewertet wird, dürfte sich stark am Snowflake-Multiple orientieren; umgekehrt gilt der Databricks-IPO als Preissignal für den gesamten Daten- und KI-Softwaresektor.

Wie Anleger Databricks-Aktien kaufen können

Solange Databricks privat ist, haben Privatanleger praktisch keinen Zugang: Anteile werden nur über Pre-IPO-Sekundärmärkte gehandelt, die hohe Mindestsummen verlangen und in Deutschland kaum zugänglich sind. Realistisch ist der Einstieg daher erst ab dem ersten Handelstag. So bereitest du dich vor:

  1. Depot bereithalten: Ein Depot mit Zugang zu US-Börsen genügt – nach dem Listing lässt sich die Aktie wie jeder andere US-Titel handeln.
  2. S-1-Prospekt abwarten: Erst mit der SEC-Einreichung stehen Preisspanne, Ticker und Termin fest. Wir aktualisieren diesen Ratgeber, sobald die Daten vorliegen.
  3. Positionsgröße planen: IPO-Aktien sind in den ersten Wochen oft sehr volatil. Eine kleine, bewusst gewichtete Beimischung ist der konservativere Weg als ein großer Einmaleinstieg am ersten Tag.
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Chancen und Risiken

Chancen

  • Profitables Wachstum: Als einziges Unternehmen der AI-IPO-Pipeline kombiniert Databricks hohes Wachstum mit positivem freiem Cashflow – die Bewertung steht damit auf geprüfbaren Fundamentaldaten.
  • Modellunabhängigkeit: Databricks profitiert vom KI-Boom, ohne vom Erfolg eines einzelnen Sprachmodells abzuhängen. Ob OpenAI oder Anthropic das Rennen macht – die Daten der Unternehmenskunden liegen auf der Plattform.
  • Hohe Kundenbindung: Eine Net Retention Rate über 140 Prozent zeigt, dass Bestandskunden ihre Ausgaben kontinuierlich ausweiten.

Risiken

  • Ambitionierte Bewertung: Ein Umsatzmultiple von rund 25 lässt wenig Raum für Wachstumsenttäuschungen – gerade in den ersten Quartalen als börsennotiertes Unternehmen.
  • Offener Zeitplan: Ohne S-1 gibt es keine Garantie für ein Listing 2026/2027. Databricks kann den Börsengang weiter aufschieben, solange privates Kapital verfügbar ist.
  • Intensiver Wettbewerb: Neben Snowflake drängen auch die Cloud-Konzerne Microsoft, Amazon und Google mit eigenen Datenplattformen in den Markt.
  • KI-Marktstimmung: Die Bewertung hängt am anhaltenden Vertrauen in KI-Investitionen. Kippt die Stimmung im Sektor, trifft das auch fundamental starke Anbieter.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. IPO-Investments sind mit erhöhten Risiken verbunden. Treffe Anlageentscheidungen stets auf Basis eigener Recherche und nur mit Kapital, dessen Verlust du verkraften kannst.

Eigene Meinung der Redaktion

Aus Redaktionssicht ist Databricks der fundamental solideste Kandidat der gesamten KI-IPO-Welle: profitabel, breit diversifizierte Kundenbasis, klares Geschäftsmodell. Das macht die Aktie vor allem für wachstumsorientierte Anleger interessant, die am KI-Trend teilhaben möchten, ohne auf ein verlustreiches Einzelmodell-Unternehmen zu setzen – und die mit der typischen IPO-Volatilität umgehen können. Für sicherheitsorientierte Sparer bleibt die Bewertung dennoch anspruchsvoll; hier ist ein breit gestreuter ETF die ruhigere Wahl, oder das Abwarten der ersten geprüften Quartalszahlen nach dem Listing. Dass Databricks ohne Termindruck agiert, ist dabei eher ein Qualitätsmerkmal als ein Warnsignal: Wer nicht an die Börse muss, geht in der Regel zu besseren Konditionen.

Häufige Fragen

Wann geht Databricks an die Börse?

Ein offizieller Termin steht nicht fest. Analysten erwarten eine S-1-Einreichung im zweiten Halbjahr 2026 und ein Listing Ende 2026 oder Anfang 2027, voraussichtlich an der Nasdaq. Stand Juni 2026 liegt keine Einreichung bei der SEC vor.

Kann ich Databricks-Aktien schon jetzt kaufen?

Nein. Databricks ist noch nicht börsennotiert. Anteile werden nur über schwer zugängliche Pre-IPO-Sekundärmärkte gehandelt. Für Privatanleger ist der Kauf realistisch erst ab dem ersten Handelstag über ein reguläres Wertpapierdepot möglich.

Wie hoch ist Databricks bewertet?

Die Finanzierungsrunde Anfang 2026 bewertete das Unternehmen mit rund 134 Milliarden US-Dollar. Die endgültige IPO-Bewertung wird erst mit dem S-1-Prospekt festgelegt und kann davon abweichen.

Ist Databricks profitabel?

Ja, gemessen am freien Cashflow: Databricks arbeitet seit mehreren Quartalen cashflow-positiv und gilt damit als einziges profitables Unternehmen der aktuellen KI-IPO-Pipeline.

Was ist der Unterschied zwischen Databricks und Snowflake?

Beide bieten zentrale Datenplattformen für Unternehmen an. Databricks kommt aus dem Data-Engineering- und KI-Umfeld und wächst aktuell schneller, Snowflake aus dem Cloud Data Warehousing und ist bereits börsennotiert.

Alle großen Börsengänge im Überblick SpaceX, OpenAI, Anthropic, Databricks & Co.: Termine, Bewertungen und Zugangswege für Privatanleger im IPO-Hub. Zum IPO-Hub →
✍️ Raphael Lulay

Raphael Lulay ist Herausgeber und Redakteur von boersen-parkett.de. Er verfügt über einen akademischen Hintergrund in Politik, Soziologie und Verwaltung (B.A.) und berichtet seit 2018 über Kryptowährungen, Bitcoin, Altcoins und digitale Kapitalmärkte. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf Block-Builders.de und Bitcoin-2Go.de. Zuvor schrieb er auch für Finanzpublikationen wie Fonds Finanz und das B.MAG Bankenmagazin. Sein Fokus liegt auf der datenbasierten Einordnung von Marktbewegungen, Kapitalflüssen, Regulierung und Krypto-Trends für Anleger. E-Mail: [email protected] · Redaktionsrichtlinien