Strategy hat seinen Bitcoin-Bestand auf 846.842 BTC aufgestockt und kontrolliert damit gut vier Prozent aller je existierenden Coins – rund jeden 25. Bitcoin. Die Zahl 25 taucht im Adoptionsumfeld derzeit gleich dreifach auf: bei den größten Tech-Konzernen der Welt, beim größten Einzelhalter und bei institutionellen Anlegern. Zusammen zeigen die drei Werte, wie Bitcoin in Unternehmensbilanzen und regulierte Anlageprodukte wandert – und wo der Trend dünner ist, als die Zahlen suggerieren.
Den Anstoß gab Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, am 13. Juni: 25 Prozent der sogenannten Magnificent 8 führen Bitcoin auf der Bilanz. Auslöser war der Börsengang von SpaceX, dessen IPO-Unterlagen einen Bestand von 18.712 BTC offenlegten. Damit ist Elon Musks Raumfahrtunternehmen direkt zum Listing einer der größten börsennotierten Bitcoin-Halter. Das zweite Mag8-Mitglied mit BTC-Engagement ist Tesla, das seit 2021 unverändert 11.509 Bitcoin hält – zwei von acht Konzernen, exakt ein Viertel. Zur Gruppe zählen Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia, Tesla und SpaceX; die übrigen sechs weisen keine eigenen Bestände aus.
Strategy hält mehr als alle anderen Konzerne zusammen
Die zweite Annäherung an die 25 liefert Strategy selbst. Zwischen dem 8. und 14. Juni kaufte das Unternehmen weitere 1.587 BTC für rund 100 Millionen US-Dollar, zu einem Durchschnittspreis von 63.024 US-Dollar je Coin, und hält nun 846.842 Bitcoin. Bei einem zirkulierenden Angebot von gut 20 Millionen Coins sind das etwas mehr als vier Prozent – konzentriert in der Bilanz eines einzigen börsennotierten Unternehmens. Zum Vergleich: Börsennotierte Firmen besitzen laut Bernstein zusammen rund 3,4 Prozent aller Bitcoin. Strategy allein hält damit mehr als alle anderen Public Companies zusammen.
Institutionen kontrollieren ein Viertel der Bitcoin-ETPs
Die dritte 25 stammt aus dem Markt für börsengehandelte Produkte. JPMorgan stellte fest, dass Institutionen rund 25 Prozent der Bitcoin-ETPs halten. Die Marke beschreibt einen Wendepunkt: Der institutionelle Anteil an Spot-Bitcoin-ETFs ist auf 38 Prozent des Gesamtvermögens gestiegen, von 24 Prozent ein Jahr zuvor. Das frühere Viertel markiert den Ausgangspunkt einer Bewegung, die sich seither beschleunigt hat. Getragen wird sie vor allem von Hedgefonds, Pensionskassen und unabhängigen Vermögensverwaltern. Spot-Bitcoin-ETFs halten zusammen inzwischen etwa 1,5 Millionen BTC, rund sieben Prozent des auf 21 Millionen Coins begrenzten Angebots.
Eigene Meinung
Drei Zahlen, ein Muster – das man nicht überdehnen sollte. Dass ein Viertel der Mag8 Bitcoin hält, klingt nach breiter Adoption; tatsächlich sind es zwei Unternehmen, beide mit engem Bezug zu Elon Musk. Strategys vier Prozent zeigen weniger einen Markttrend als die Konzentration auf einen einzelnen, hoch gehebelten Akteur. Erst der institutionelle ETF-Anteil deutet auf eine breiter getragene Bewegung hin. Die 25 ist ein guter Aufhänger, um über Bitcoin-Adoption zu sprechen – aber eine Momentaufnahme, kein Automatismus. Relevant sind die Zahlen vor allem für Anleger, die Unternehmensbilanzen und ETF-Flüsse als indirekte Indikatoren institutioneller Nachfrage lesen.

Alex Merten hat Wirtschaftswissenschaften mit Fokus auf Geldpolitik und digitale Märkte studiert. Seit mehr als 5 Jahren analysiert er die Entwicklungen im Krypto- und Finanzsektor und beschäftigt sich besonders mit der Rolle von Bitcoin in einem globalen Marktumfeld. Neben makroökonomischen Einschätzungen liegt sein Fokus auf datenbasierten Kursprognosen, Marktanalysen und verständlich aufbereiteten Infografiken. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er auch Beiträge auf cryptonews.com und 99bitcoins.com. Bei seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf Faktentreue, Relevanz und eine klare Einordnung des täglichen Marktgeschehens.
Boersen-Parkett bei Google als bevorzugte Nachrichtenquelle markieren und keine Finanz- und Krypto-News mehr verpassen. Wie funktioniert das?