Bitcoin-ETFs: Dritter Zuflusstag in Folge – IBIT zieht über 300 Mio. Dollar an

Raphael Lulay

05.03.2026, 07:48 Uhr

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Die Spot-Bitcoin-ETFs in den USA haben am Mittwoch, 4. März 2026, mit Nettozuflüssen von 461,9 Millionen US-Dollar ihren dritten Handelstag in Folge im Plus abgeschlossen, wie aktuelle Daten von Farside Investors zeigen. Damit setzt sich eine Serie fort, die bereits zu Wochenbeginn begonnen hatte und die Nachfrage institutioneller Investoren erneut sichtbar macht.

Den mit Abstand größten Beitrag lieferte der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock. Allein dieser ETF zog 306,6 Millionen US-Dollar an neuem Kapital an. Damit entfielen rund zwei Drittel der gesamten Tageszuflüsse auf ein einziges Produkt. Auch der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) verzeichnete mit 48,0 Millionen US-Dollar solide Zuflüsse. Dahinter folgten mehrere kleinere Beiträge, darunter 32,4 Millionen US-Dollar beim Grayscale Bitcoin Mini Trust sowie 21,7 Millionen US-Dollar beim Grayscale Bitcoin Trust.

Weitere Fonds trugen ebenfalls positiv zum Gesamtbild bei, wenn auch in deutlich kleinerem Umfang. Der ARK 21Shares Bitcoin ETF verbuchte 14,6 Millionen US-Dollar, während Produkte wie BTCO, EZBC, HODL und BTCW jeweils kleinere Zuflüsse im einstelligen Millionenbereich meldeten. Abflüsse wurden am Mittwoch nicht registriert, was auf eine vergleichsweise breite Nachfrage über mehrere Emittenten hinweg hindeutet.

Bitcoin-ETFs: Drei Tage Zuflüsse nach wechselhafter Februar-Phase

Die jüngsten Zuflüsse markieren eine deutliche Stabilisierung nach einer Phase mit gemischten Kapitalbewegungen im Februar. Noch in der zweiten Monatshälfte hatten mehrere Tage mit Nettoabflüssen den Trend geprägt. Besonders der 23. Februar stach mit einem Nettoabfluss von rund 203,8 Millionen US-Dollar hervor.

Seit Beginn des Monats März hat sich das Bild jedoch gedreht. Bereits am Montag, 2. März, flossen rund 458,2 Millionen US-Dollar in die Bitcoin-ETFs. Am Dienstag, 3. März, kamen weitere 225,2 Millionen US-Dollar hinzu. Der Mittwoch setzte diese Entwicklung nun mit dem bisher stärksten Zuflusstag der Woche fort.

Die Dynamik bleibt dabei stark auf den BlackRock-ETF konzentriert. IBIT war auch an den beiden vorherigen Handelstagen der wichtigste Treiber der Nachfrage. Diese Dominanz ist kein neues Muster. Seit dem Start der Spot-ETFs zählt das Produkt regelmäßig zu den größten Empfängern von Kapitalströmen innerhalb des Segments.

Ethereum-ETFs ebenfalls mit deutlichen Zuflüssen

Parallel zu den Bitcoin-Produkten zeigten auch die Spot-Ethereum-ETFs eine deutliche Belebung der Nachfrage. Am Mittwoch summierten sich die Nettozuflüsse hier auf 169,4 Millionen US-Dollar.

Die gleichzeitigen Kapitalzuflüsse in beide großen Krypto-ETF-Segmente deuten darauf hin, dass Investoren derzeit nicht nur selektiv auf Bitcoin setzen, sondern das Engagement im gesamten Markt ausbauen. ETF-Flows gelten unter Marktbeobachtern als ein wichtiger Indikator für die institutionelle Nachfrage, da sie zeigen, wie viel Kapital über regulierte Börsenvehikel tatsächlich in den Markt fließt.

Während kurzfristige Kursbewegungen oft von Derivatemärkten oder kurzfristigen Handelsstrategien geprägt sind, spiegeln ETF-Zuflüsse eher strategische Allokationen wider. Mehrere Tage mit starken Nettozuflüssen können daher Hinweise auf eine zunehmende Risikobereitschaft institutioneller Anleger geben.

Morgan Stanley plant eigenen Bitcoin-ETF mit Coinbase und BNY Mellon

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Markt derzeit durch einen möglichen neuen ETF-Vorstoß aus dem traditionellen Finanzsektor. Wie CoinDesk berichtete, arbeitet Morgan Stanley an einem eigenen Bitcoin-ETF und hat dafür Coinbase sowie BNY Mellon als mögliche Partner für Verwahrung und Infrastruktur ausgewählt.

Dem Bericht zufolge würde Coinbase die Verwahrung der Bitcoin übernehmen, während BNY Mellon zentrale administrative Aufgaben übernehmen könnte. Details zum Zeitplan oder zur möglichen Struktur des Produkts wurden bislang nicht offiziell bestätigt.

Ein solcher Schritt wäre dennoch bemerkenswert. Morgan Stanley gehört zu den größten Vermögensverwaltern und Investmentbanken der Welt. Ein eigener ETF-Antrag würde das ohnehin stark umkämpfte Marktsegment weiter erweitern und gleichzeitig unterstreichen, dass traditionelle Finanzhäuser weiterhin Chancen im wachsenden Krypto-ETF-Geschäft sehen.

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