Bitcoin-ETFs verbuchen 458 Mio. Dollar Zuflüsse – IBIT dominiert

Raphael Lulay

03.03.2026, 08:53 Uhr

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Am 2. März 2026 sind in die US-Spot-Bitcoin-ETFs netto 458,2 Millionen US-Dollar geflossen, wie aktuelle Daten von Farside Investors zeigen. Den größten Anteil sicherte sich dabei IBIT mit 263,2 Millionen Dollar. Damit setzt sich die seit dem 20. Februar beobachtbare Kapitalzufuhr fort – trotz zweier zwischenzeitlicher Tage ohne neue Mittel.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass institutionelles Interesse an regulierten Bitcoin-Produkten weiter hoch bleibt. Nachdem es am 23. Februar noch deutliche Nettoabflüsse von mehr als 200 Millionen Dollar gegeben hatte, drehten die Ströme bereits einen Tag später klar ins Plus. In den darauffolgenden Sitzungen summierten sich die Zuflüsse mehrfach auf deutlich über 250 Millionen Dollar pro Tag.

IBIT als Taktgeber der Bewegung

Am Montag entfiel mehr als die Hälfte der gesamten Mittelzuflüsse auf IBIT. Auch andere große Produkte verzeichneten nennenswerte Zuflüsse, blieben jedoch klar hinter dem Marktführer zurück. Das Muster ähnelt den vorangegangenen Handelstagen: Einzelne Fonds fungieren als Haupttreiber, während kleinere Anbieter eher moderat profitieren.

Auffällig ist die Stabilisierung nach der kurzfristigen Schwächephase um den 23. Februar. Die darauffolgenden Tage mit teils kräftigen Nettomittelzuflüssen deuten darauf hin, dass Rücksetzer offenbar als Einstiegsgelegenheit genutzt wurden. Selbst ein Tag mit leicht negativen Gesamtströmen am 27. Februar änderte am übergeordneten Trend bislang nichts.

Ethereum-ETFs weiter uneinheitlich

Während Bitcoin-ETFs zuletzt klar Kapital anzogen, zeigte sich bei den Ethereum-Produkten ein gemischtes Bild. Nach mehreren Abflusstagen Mitte Februar kam es am 25. Februar zwar zu einem deutlichen Mittelzufluss von über 150 Millionen Dollar. In den darauffolgenden Sitzungen blieb die Entwicklung jedoch volatil, inklusive erneuter Abflüsse.

Die Grafik zeigt die Netto Zu/Abflüsse bei ETH-ETFs. Bildquelle: farside.co.uk

Damit zeichnet sich bislang kein vergleichbar stabiler Trend wie bei Bitcoin ab. Anleger scheinen Ethereum-Exposures selektiver aufzubauen, während Bitcoin als Kerninvestment innerhalb des Krypto-ETF-Segments fungiert.

Solana-ETFs mit moderaten, aber stetigen Zuflüssen

Die Solana-ETFs verzeichneten am 2. März Nettozuflüsse von 16,8 Millionen Dollar. Bereits in den Tagen zuvor waren mehrfach positive Ströme zu beobachten, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als bei Bitcoin-Produkten.

Seit Handelsstart summieren sich die Mittelzuflüsse in diesem Segment auf rund 949 Millionen Dollar. Das zeigt: Auch alternative Krypto-Assets finden ihren Platz in regulierten Anlagevehikeln – allerdings bislang in klar kleinerer Größenordnung.

Die anhaltenden Zuflüsse in Bitcoin-ETFs sprechen für eine strukturelle Nachfrage, die weniger von kurzfristigen Kursbewegungen als von strategischer Allokation geprägt sein dürfte. Die schnelle Rückkehr zu hohen Tageszuflüssen nach zwischenzeitlichen Abflüssen deutet darauf hin, dass Kapital auf der Seitenlinie auf Einstiegsgelegenheiten wartet.