Bitcoin-ETFs verzeichnen fünf Zufluss-Tage in Folge – 763,4 Millionen Dollar Nettoeingänge in einer Woche

Alex Merten

14.03.2026, 21:40 Uhr

, ,

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben die Handelswoche vom 9. bis 13. März 2026 ohne einen einzigen Abflusstag abgeschlossen. Laut Daten des Analysedienstes Farside Investors summierten sich die Nettomittelzuflüsse auf 763,4 Millionen US-Dollar. Größter Einzeltreiber war erneut BlackRocks IBIT.

Fünf grüne Tage in Serie

Den Abschluss bildete der Freitag mit netto 180,4 Millionen Dollar – der fünfte positive Handelstag in Folge. Was die Woche auszeichnet, ist weniger ein einzelner Ausreißer als die Konstanz der Bewegung. Auch am Donnerstag, dem schwächsten Tag der Serie mit nur 53,8 Millionen Dollar, rissen die Zuflüsse nicht ab. Montag, Dienstag und Mittwoch hatten mit 167,1, 246,9 und 115,2 Millionen Dollar bereits ein stabiles Fundament gelegt.

ETF-Flows sind dabei keine Stimmungswerte aus sozialen Netzwerken, sondern reale Allokationsentscheidungen in regulierten Vehikeln. Sie machen sichtbar, ob institutionelles Kapital an die Seitenlinie geht oder schrittweise wieder Risiko aufnimmt.

BlackRock trägt fast vier Fünftel der Wochenzuflüsse

Hinter dem Wochenplus steht vor allem ein Name: BlackRocks IBIT verbuchte netto 600,1 Millionen Dollar und damit knapp vier Fünftel des gesamten Wochenzuflusses. Fidelitys FBTC kam auf 147,5 Millionen Dollar. Deutlich kleinere Beiträge lieferten VanEcks HODL mit 14,4 Millionen, der Grayscale Bitcoin Mini Trust mit 10,3 Millionen, Bitwise BITB mit 9,3 Millionen und ARKs ARKB mit 6,8 Millionen Dollar. Der ältere Grayscale-Fonds GBTC verzeichnete im Wochenverlauf netto Abflüsse von 25,9 Millionen Dollar.

Die Verteilung zeigt: Das positive Wochenbild ist real, aber konzentriert. Nachfrage bündelt sich weiterhin in den liquidesten und am breitesten vertriebenen Produkten. Von einer gleichmäßigen Kaufwelle über das gesamte ETF-Feld kann keine Rede sein.

Gegenbewegung nach dem Rückschlag Anfang März

Die Fünf-Tage-Serie steht nicht für sich allein. Am 5. und 6. März hatten die Spot-Bitcoin-ETFs zusammen noch 576,8 Millionen Dollar an Netto-Abflüssen verbucht. Bereits in den Tagen davor – vom 2. bis 4. März – waren mit Zuflüssen von 458,2 Millionen, 225,2 Millionen und 461,9 Millionen Dollar aber wieder positive Signale gesetzt worden, bevor der kurze Rücksetzer folgte. Die abgeschlossene Handelswoche setzt diesen Erholungstrend fort.

James Butterfill, Research-Chef bei CoinShares, hat zuletzt darauf hingewiesen, dass Bitcoin-ETFs in schwachen Marktphasen kein automatischer Stabilisator sind. Sie erleichtern den Marktzugang und können Nachfrage bündeln, spiegeln aber in erster Linie das vorherrschende Marktregime wider. Positive ETF-Flows signalisieren demnach, wann Investoren beginnen, wieder Risiko aufzunehmen – einen Bärenmarkt drehen sie nicht von sich aus.

Ausblick: Ob der Trend trägt, zeigt die neue Woche

Zwei Fragen bleiben offen. Erstens, ob die Zuflüsse auch in der neuen Woche anhalten und sich damit ein stabiler März-Trend herausbildet. Zweitens, ob sich das Bild verbreitert: Solange IBIT und FBTC den Großteil der Bewegung tragen, bleibt das Signal stark, aber konzentriert. Sollten zusätzlich mehr Mittel in kleinere Produkte fließen und GBTC seine Abflüsse weiter reduzieren, würde das die Qualität der Erholung deutlich erhöhen. Die Woche vom 9. bis 13. März war ein klar positives Signal für die ETF-Nachfrage – kein Beweis für eine endgültige Trendwende.

Abonniere boersen-parkett.de auf Google News für tägliche Krypto-Analysen