Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben am Dienstag, 3. März 2026, erneut deutliche Nettozuflüsse registriert. Insgesamt flossen laut Daten von Farside Investors rund 225,2 Millionen US-Dollar in die Produkte. Damit setzt sich die jüngste Nachfragephase institutioneller Anleger fort, nachdem bereits am Vortag mehr als 450 Millionen US-Dollar in die Fonds geflossen waren.
Den größten Anteil am Tagesergebnis hatte erneut der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock. Der Fonds verzeichnete Zuflüsse in Höhe von 322,4 Millionen US-Dollar und dominierte damit das Feld der Anbieter klar. Der ETF baut damit seine Rolle als wichtigster Kapitalmagnet im Markt weiter aus.
Dem gegenüber standen jedoch deutliche Abflüsse bei einzelnen Wettbewerbern. Besonders stark betroffen war der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC), aus dem am Dienstag rund 89,3 Millionen US-Dollar abgezogen wurden. Auch der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) verzeichnete erneut Kapitalabflüsse und verlor rund 28,2 Millionen US-Dollar.
Kleinere positive Beiträge kamen von anderen Anbietern. Der WisdomTree Bitcoin Fund (BTCW) meldete Zuflüsse von rund 11,6 Millionen US-Dollar, während der VanEck Bitcoin Trust (HODL) etwa 8,7 Millionen US-Dollar einsammelte. Mehrere weitere ETFs, darunter Produkte von Bitwise, ARK Invest und Invesco, verbuchten hingegen keine nennenswerten Veränderungen.
Bitcoin ETFs: Starke Woche nach vorherigen Abflüssen
Die jüngsten Zuflüsse markieren eine deutliche Trendwende gegenüber der zweiten Februarhälfte. In der Woche vom 17. bis 23. Februar hatten die US-Bitcoin-ETFs mehrere Tage mit deutlichen Nettoabflüssen erlebt, darunter ein Rückgang von mehr als 200 Millionen US-Dollar am Montag, 23. Februar.
Seitdem hat sich das Bild jedoch merklich aufgehellt. Besonders der 25. Februar stach mit Nettozuflüssen von mehr als 500 Millionen US-Dollar hervor. Auch in den darauffolgenden Handelstagen blieb die Nachfrage robust.

Der Dienstag reiht sich damit in eine Serie positiver Handelstage ein. Innerhalb von zwei Tagen summierten sich die Nettozuflüsse auf mehr als 680 Millionen US-Dollar. Auffällig ist dabei die starke Konzentration auf einzelne Produkte, allen voran den ETF von BlackRock.
ETF-Flows gelten im Kryptomarkt als wichtiger Indikator für institutionelle Nachfrage. Während Privatanleger häufig direkt an Kryptobörsen handeln, nutzen viele Vermögensverwalter börsengehandelte Fonds, um regulierten Zugang zu Bitcoin zu erhalten. Starke Zuflüsse können daher darauf hindeuten, dass institutionelle Investoren ihre Positionen ausbauen.
Ethereum-ETFs mit gemischtem Bild
Auch bei den US-Spot-Ethereum-ETFs zeigte sich am Dienstag Bewegung, allerdings deutlich weniger ausgeprägt als bei Bitcoin. Insgesamt verzeichneten die Produkte Nettoabflüsse von rund 10,8 Millionen US-Dollar.
Der iShares Ethereum Trust (ETHA) von BlackRock meldete Zuflüsse in Höhe von 41,9 Millionen US-Dollar und stellte damit den größten positiven Beitrag des Tages. Dem standen jedoch deutliche Abflüsse bei Fidelity gegenüber. Aus dem Fidelity Ethereum Fund (FETH) wurden rund 66,7 Millionen US-Dollar abgezogen.
Ein weiterer positiver Beitrag kam vom Grayscale Ethereum Mini Trust (ETH), der rund 18,7 Millionen US-Dollar anzog. Gleichzeitig verzeichnete der größere Grayscale Ethereum Trust (ETHE) Abflüsse von etwa 4,7 Millionen US-Dollar.
Andere Ethereum-ETFs, darunter Produkte von Bitwise, 21Shares, VanEck, Invesco und Franklin Templeton, meldeten am Dienstag keine Veränderungen bei den Mittelzuflüssen.
Andere Krypto-ETFs bleiben kleiner Markt
Neben Bitcoin und Ethereum existieren inzwischen auch börsengehandelte Produkte auf weitere Kryptowährungen, allerdings in deutlich kleinerem Umfang.
Die Solana-ETFs verzeichneten am Dienstag lediglich Nettozuflüsse von rund 0,7 Millionen US-Dollar. Der größte Teil entfiel dabei auf ein Produkt von Franklin Templeton. Die übrigen Fonds meldeten weitgehend unveränderte Mittelstände.
Auch neu gestartete XRP-ETF-Produkte zeigten nur begrenzte Bewegung. Laut Daten von Coinglass summierten sich die Nettozuflüsse am Dienstag auf rund 5,42 Millionen US-Dollar.
Für Marktteilnehmer bleibt entscheidend, ob die jüngste Serie von Zuflüssen in den Bitcoin-ETFs anhält. Besonders im Fokus steht dabei die Frage, ob sich die Nachfrage breiter über mehrere Anbieter verteilt oder weiterhin stark von einzelnen Fonds dominiert wird. Gleichzeitig dürfte beobachtet werden, ob die Ethereum-ETFs nach den zuletzt schwankenden Tagen wieder eine stabilere Nachfragebasis entwickeln.

Raphael Lulay ist Herausgeber und Redakteur von boersen-parkett.de. Seit 2018 berichtet er über Kryptowährungen, Bitcoin, Altcoins und digitale Kapitalmärkte. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf Block-Builders.de und Bitcoin-2Go.de. Zuvor schrieb er auch für Finanzpublikationen wie Fonds Finanz und das B.MAG Bankenmagazin. Sein Fokus liegt auf der datenbasierten Einordnung von Marktbewegungen, Kapitalflüssen, Regulierung und Krypto-Trends für Anleger. E-Mail: [email protected]
