Wallets mit 10 bis 10.000 Bitcoin kontrollieren aktuell 68,17 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Vor sieben Tagen waren es 68,07 Prozent. Das zeigen On-Chain-Daten der Analyseplattform Santiment. Die Gruppe gilt als Proxy für institutionelle Investoren und große Einzelhalter.
Santiment wertet den Anstieg als „positive Trendwende“. In der Woche zuvor war das Bild noch gegensätzlich: Als Bitcoin am 5. März kurz über 74.000 Dollar stieg, verkauften dieselben Wallets rund 66 Prozent der Coins, die sie zwischen dem 23. Februar und dem 3. März aufgebaut hatten. Seit dem anschließenden Rücksetzer unter 69.000 Dollar läuft die Akkumulation erneut.
Whale-Wallets auf Allzeithoch
Parallel dazu hat die Anzahl der Wallets mit mindestens 100 Bitcoin laut Santiment mit 20.031 Adressen einen Rekordstand erreicht. Zum aktuellen Kurs entspricht das einem Mindestbestand von rund 7,15 Millionen US-Dollar pro Adresse.
Der Anteil des Bitcoin-Angebots auf Kryptobörsen liegt aktuell bei 5,88 Prozent – der niedrigste Stand seit Dezember 2017. Weniger Exchange-Bestände bedeuten weniger sofort verfügbaren Verkaufsdruck.
ETFs: Erste Fünf-Tage-Serie in 2026
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in dieser Woche indes erstmals in 2026 fünf Handelstage in Folge Nettozuflüsse. Der stärkste Tag war Dienstag mit 250,92 Millionen Dollar. Die letzte vergleichbare Serie datiert auf Ende November 2025 und brachte lediglich 284,61 Millionen Dollar.
Das Gesamtvermögen aller US-Spot-Bitcoin-ETFs beläuft sich nun auf 91,83 Milliarden US-Dollar, die kumulierten Zuflüsse seit Auflage auf 56,14 Milliarden Dollar.
Santiment: Retail kauft noch – Boden nicht bestätigt
Trotz der positiven Signale warnt Santiment vor einer voreiligen Interpretation. Retail-Investoren kaufen ebenfalls. Historisch drehen Märkte am Boden erst, wenn Kleinanleger die Hoffnung aufgeben und verkaufen. Solange das ausbleibt, gilt der Boden als unbestätigt.
Bitcoin notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 71.643 US-Dollar, ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber der Vorwoche.

Alex Merten hat Wirtschaftswissenschaften mit Fokus auf Geldpolitik und digitale Märkte studiert. Seit mehr als 5 Jahren analysiert er die Entwicklungen im Krypto- und Finanzsektor und beschäftigt sich besonders mit der Rolle von Bitcoin in einem globalen Marktumfeld. Neben makroökonomischen Einschätzungen liegt sein Fokus auf datenbasierten Kursprognosen, Marktanalysen und verständlich aufbereiteten Infografiken. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er auch Beiträge auf cryptonews.com. Bei seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf Faktentreue, Relevanz und eine klare Einordnung des täglichen Marktgeschehens.
