Bitcoin-Miner schreiben pro BTC knapp 19.000 Dollar Verlust – Difficulty fällt um 7,8 Prozent

Alex Merten

23.03.2026, 11:29 Uhr

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Die Bitcoin-Mining-Difficulty ist am 20. März 2026 um 7,76 Prozent auf 133,79 Billionen gefallen – der zweitgrößte Rückgang in diesem Jahr. Gleichzeitig liegen die durchschnittlichen Produktionskosten pro Bitcoin laut dem Difficulty-Regressionsmodell von Checkonchain bei rund 88.000 US-Dollar. Der aktuelle Marktpreis beträgt etwa 69.200 US-Dollar. Die Differenz: knapp 19.000 Dollar Verlust pro erzeugtem Coin, ein operatives Minus von rund 21 Prozent.

Die Hashrate des Netzwerks ist auf etwa 920 EH/s gefallen, weit unter dem Rekord von 1 Zetahash pro Sekunde aus dem Jahr 2025. Die durchschnittliche Blockzeit der letzten Epoche lag bei 12 Minuten und 36 Sekunden – fast drei Minuten über dem Zielwert. Der Hashprice, der den erwarteten Tagesertrag pro Petahash misst, notiert laut Luxors Hashrate Index bei rund 33,30 US-Dollar pro PH/s/Tag – knapp über dem Allzeittief von 27,89 US-Dollar vom 23. Februar 2026.

Miner, die ihre Kosten nicht mehr durch Block-Rewards decken können, verkaufen Bitcoin-Bestände, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Das erhöht den Verkaufsdruck auf einen Markt, in dem laut On-Chain-Daten bereits rund 43 Prozent des gesamten Angebots im Verlust gehalten werden.

Luxor Technology relativiert den oft genannten Zusammenhang zwischen Ölpreis und Stromkosten: Etwa 90 Prozent des globalen Hashrates läuft in Netzen ohne direkte Korrelation zum Rohölpreis. Der eigentliche Kanal sei der BTC-Kurs selbst – ein hoher Ölpreis stärke den Dollar und belaste Risikoanlagen wie Bitcoin, was den Hashprice drücke.

Mining-Unternehmen wie Core Scientific und Bitdeer verlagern Infrastruktur zunehmend in Richtung KI und High-Performance-Computing. Analyst Colin Wu erwartet bei der nächsten regulären Difficulty-Anpassung einen weiteren Rückgang.

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