Bitcoin notiert am letzten Handelstag des März 2026 bei rund 66.600 US-Dollar. Schließt der Kurs heute unter dem Februar-Schlusskurs, wäre das der sechste rote Monat in Folge – ein Ereignis, das in der gesamten Bitcoin-Geschichte erst einmal eingetreten ist.
Auf diesen Umstand macht der auf X aktive Analyst @nobrainflip aufmerksam. Die Coinglass-Monatsdaten zeigen: Oktober 2025 bis März 2026 stehen alle im Minus. Die bisher einzige vergleichbare Serie war 2018/2019, als Bitcoin ebenfalls sechs Monate in Folge rot schloss – mit einem Tief von rund 3.400 Dollar. In den folgenden fünf Monaten legte der Kurs um über 300 Prozent auf rund 11.000 Dollar zu.
Mehrere Gründe für Ausverkauf
Eine direkte Wiederholung dieses Musters ist keine Garantie. Der aktuelle Preisverfall hat strukturell andere Ursachen: ETF-Abflüsse im ersten Quartal 2026, eine restriktivere Fed-Haltung nach der März-FOMC-Sitzung sowie geopolitische Risikoaversion durch den Nahostkonflikt belasten den Markt.
Die Marktstimmung spiegelt die Lage wider: Der Fear-and-Greed-Index von alternative.me notiert aktuell bei 9 – „Extreme Fear“. Gestern lag er bei 12, vor einer Woche bei 10, vor einem Monat bei 13. Die Stimmung hat sich damit gegenüber dem Vormonat nochmals verschlechtert. Historisch markieren solche Extremwerte häufig Phasen, in denen der Verkaufsdruck seinen Höhepunkt erreicht.
Ob März tatsächlich rot schließt, entscheidet sich heute Abend um Mitternacht UTC. Aktuell liegt das 30-Tages-Minus bei knapp einem Prozent.

Alex Merten hat Wirtschaftswissenschaften mit Fokus auf Geldpolitik und digitale Märkte studiert. Seit mehr als 5 Jahren analysiert er die Entwicklungen im Krypto- und Finanzsektor und beschäftigt sich besonders mit der Rolle von Bitcoin in einem globalen Marktumfeld. Neben makroökonomischen Einschätzungen liegt sein Fokus auf datenbasierten Kursprognosen, Marktanalysen und verständlich aufbereiteten Infografiken. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er auch Beiträge auf cryptonews.com. Bei seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf Faktentreue, Relevanz und eine klare Einordnung des täglichen Marktgeschehens.
