Krypto wird weiblicher: Frauenanteil bei BISON verdreifacht sich – so investieren Anlegerinnen

Raphael Lulay

28.10.2026, 09:55 Uhr

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Das Wichtigste in Kürze
  • Der Frauenanteil unter den BISON-Neukunden stieg von 7 Prozent im Jahr 2019 auf 23 Prozent im Jahr 2025.
  • Unter den aktiven Kunden der Plattform sind laut BISON 18 Prozent Frauen.
  • 67 Prozent der Anlegerinnen kauften in den vergangenen zwölf Monaten Kryptowährungen, ohne sie im selben Zeitraum zu verkaufen. Bei Männern waren es 58 Prozent.
  • Eine ältere Bundesbank-Befragung zeigt: Unter Frauen mit Krypto-Erfahrung stand vor allem die Nutzung als Geldanlage im Vordergrund.

Kryptowährungen bleiben bei BISON überwiegend eine Männerdomäne. Doch unter den Neukunden der Handelsplattform wächst der Frauenanteil deutlich: Er ist von 7 Prozent im Jahr 2019 auf 23 Prozent im Jahr 2025 gestiegen. Das zeigt eine Auswertung von BISON, die am 22. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.

Der Anteil hat sich damit innerhalb von sechs Jahren mehr als verdreifacht. Zugleich offenbaren die Plattformdaten Unterschiede beim Kauf- und Verkaufsverhalten. Eine Untersuchung der Deutschen Bundesbank liefert ergänzend einen Blick darauf, wofür Frauen und Männer Krypto-Token nutzen.

Börsen-Parkett · Marktreport
Frauenanteil unter BISON-Neukunden mehr als verdreifacht

Anteil der Frauen an den Neukunden des jeweiligen Jahres · in Prozent

2019
7 %
2025
23 %

Quelle: BISON, 22. Oktober 2026. Gezeigt werden zwei Jahreswerte, keine durchgehende Zeitreihe.

Der Anstieg beträgt 16 Prozentpunkte. Relativ zum Ausgangswert entspricht das rund 229 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf den Frauenanteil an den jeweiligen Neukundenjahrgängen – sie zeigen nicht, wie viele Frauen sich insgesamt angemeldet haben.

Über den gesamten aktiven Kundenbestand betrachtet liegt der Frauenanteil bei 18 Prozent. BISON berücksichtigt dafür Kunden, die mindestens einmal gehandelt haben und aktuell wenigstens eine Kryptowährung im Portfolio halten. Die 23 Prozent beziehen sich dagegen auf den Neukundenjahrgang 2025. Beide Werte beschreiben unterschiedliche Gruppen.

Frauen kaufen häufiger, ohne innerhalb eines Jahres zu verkaufen

Die Auswertung zeigt auch Unterschiede im Handelsverhalten. Von den BISON-Anlegerinnen haben 67 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate ausschließlich Kryptowährungen gekauft und in diesem Zeitraum nicht verkauft. Bei den Männern lag der Anteil bei 58 Prozent – ein Abstand von 9 Prozentpunkten.

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Frauen verkauften im betrachteten Jahr seltener

Anteil der BISON-Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten ausschließlich Kryptowährungen gekauft und nicht verkauft haben · in Prozent

Frauen
67 %
Männer
58 %

Quelle: BISON, 22. Oktober 2026. Betrachtet werden Kunden mit mindestens einem früheren Handel und einem aktuellen Kryptobestand.

Umgekehrt haben laut BISON 33 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer innerhalb der zwölf Monate sowohl gekauft als auch verkauft. Die Zahlen beschreiben das beobachtete Verhalten auf der Plattform. Welche langfristigen Anlageziele die einzelnen Kunden verfolgen oder ob sie anderswo gehandelt haben, lässt sich daraus nicht ablesen.

Unterschiede gibt es auch bei der Zahl der gehandelten Kryptowährungen: Rund die Hälfte der Anlegerinnen handelte im vergangenen Jahr nur einen Coin; bei Männern waren es 41 Prozent. Drei oder mehr Coins handelten 29 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer. Das zeigt, wie viele verschiedene Coins gehandelt wurden – nicht, wie das gesamte Vermögen der Kunden verteilt ist.

Bundesbank: Geldanlage steht für Frauen und Männer im Vordergrund

Einen anderen Blick auf die Nutzung von Krypto-Token ermöglicht die Bundesbank-Studie zum Zahlungsverhalten in Deutschland 2023. Darin wurden Menschen, die schon einmal Krypto-Token gekauft oder damit bezahlt hatten, nach ihrem hauptsächlichen Nutzungszweck gefragt.

Das Ergebnis: 86 Prozent der Frauen in dieser Gruppe gaben an, Krypto-Token hauptsächlich zum Investieren zu nutzen. Bei den Männern waren es 82 Prozent. Der Anlagezweck stand somit bei beiden Gruppen deutlich vor der ausschließlichen Nutzung zum Bezahlen.

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Krypto-Token dienen vor allem als Geldanlage

Anteil der Befragten mit Krypto-Erfahrung, die Token hauptsächlich zum Investieren nutzen · Deutschland, 2023 · in Prozent

Frauen
86 %
Männer
82 %

Quelle: Deutsche Bundesbank, Abbildung A.6.2.4. Basis: 334 Befragte insgesamt, die schon einmal Krypto-Token gekauft oder damit bezahlt hatten.

Die Bundesbank und BISON beantworten dabei unterschiedliche Fragen: Die Bundesbank erfasst per Selbstauskunft den hauptsächlichen Nutzungszweck; BISON wertet Käufe und Verkäufe seiner Kunden aus. Die ältere Befragung bestätigt daher keine konkrete Haltedauer. Sie zeigt aber, dass Krypto auch außerhalb der Plattform für die befragten Frauen vor allem ein Anlageinstrument war.

Bitcoin liegt bei beiden Gruppen vorn

Bei der Auswahl der Kryptowährungen führt auf BISON Bitcoin. 82 Prozent der Anlegerinnen und 76 Prozent der männlichen Kunden halten Bitcoin im Portfolio. Der Abstand beträgt 6 Prozentpunkte. Unter den Frauen folgen Ethereum mit 53 Prozent und XRP mit 35 Prozent.

Da ein Portfolio mehrere Kryptowährungen enthalten kann, lassen sich diese Anteile nicht zu 100 Prozent addieren. Die Auswertung zeigt zudem, wie viele Kunden den jeweiligen Coin besitzen – nicht, welchen Anteil er am Wert ihres Portfolios ausmacht.

Die Zahlen zeichnen damit ein differenziertes Bild: Bei BISON steigt der Frauenanteil unter den Neukunden, zugleich handeln Anlegerinnen im betrachteten Zeitraum häufiger ohne Verkauf. Die Bundesbank-Daten ergänzen den Befund um eine andere Perspektive: Der Anlagegedanke ist bei Frauen wie Männern mit Krypto-Erfahrung weit verbreitet.

Quellen und Methodik: BISON: „Krypto wird weiblicher: Frauenanteil unter Neukunden verdreifacht sich“, veröffentlicht am 22. Oktober 2026; und Deutsche Bundesbank: „Zahlungsverhalten in Deutschland 2023“, Abbildung A.6.2.4, Stand Dezember 2024. BISON berücksichtigt laut eigener Angabe Kunden, die mindestens einen Trade ausgeführt haben und aktuell mindestens eine Kryptowährung halten. Die Neukundenanteile beziehen sich auf die jeweiligen Jahre 2019 und 2025; die Angaben zum Handelsverhalten auf die vergangenen zwölf Monate. Die Bundesbank-Angaben beruhen auf Selbstauskünften von insgesamt 334 Personen, die schon einmal Krypto-Token gekauft oder damit bezahlt hatten. Die relative Veränderung des Frauenanteils unter den BISON-Neukunden wurde von Börsen-Parkett anhand der veröffentlichten Werte berechnet.

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