Ray Dalio warnt vor US-Schuldenkrise – und setzt auf Bitcoin und Gold

Alex Merten

24.08.2026, 22:19 Uhr

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Die US-Staatsverschuldung hat inzwischen die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten. Für den milliardenschweren Investor und Bridgewater-Gründer Ray Dalio wird die Situation damit zunehmend gefährlich. Er warnt vor einer möglichen Schuldenkrise in den kommenden Jahren und empfiehlt Anlegern, sich unter anderem mit Gold und Bitcoin gegen die Risiken abzusichern.

Dalio hält eine ernsthafte Schuldenkrise innerhalb der nächsten drei Jahre für möglich, sollte die US-Regierung ihren finanzpolitischen Kurs nicht ändern. Besonders problematisch sei, dass ein großer Teil der bestehenden Staatsschulden regelmäßig refinanziert werden müsse, während gleichzeitig hohe Haushaltsdefizite und steigende Zinskosten auf den Staatshaushalt drücken.

Für das laufende Jahr rechnet Dalio mit Einnahmen der US-Regierung von rund 5,5 Billionen US-Dollar. Dem stehen Ausgaben von etwa 7,5 Billionen US-Dollar gegenüber. Damit würde das Haushaltsdefizit bei ungefähr zwei Billionen US-Dollar liegen. Allein die jährlichen Zinskosten beziffert der Investor auf rund eine Billion US-Dollar.

Hinzu kommt ein enormes Refinanzierungsvolumen. Nach Dalios Berechnungen werden rund zehn Billionen US-Dollar bestehender Schulden fällig und müssen entweder zurückgezahlt oder durch neue Anleihen ersetzt werden. Zusammen mit den Zinszahlungen ergibt sich damit ein Finanzierungsbedarf von etwa elf Billionen US-Dollar.

Bitcoin soll als Absicherung dienen

Anlegern empfiehlt Dalio deshalb, klassische Staatsanleihen im Portfolio geringer zu gewichten und stattdessen stärker auf Vermögenswerte zu setzen, die nicht unmittelbar vom US-Dollar und der amerikanischen Schuldenpolitik abhängig sind.

Gold spielt für den Investor dabei weiterhin die wichtigste Rolle. Eine Portfolioquote von zehn bis 15 Prozent hält Dalio für sinnvoll. Auch Bitcoin betrachtet er inzwischen als mögliche Absicherung, allerdings lediglich als kleinere Beimischung.

Dalio besitzt selbst Bitcoin, sieht die Kryptowährung allerdings weiterhin nicht als vollständigen Ersatz für Gold. In der Vergangenheit hatte er unter anderem mögliche regulatorische Risiken sowie langfristige technologische Gefahren für Bitcoin kritisch beurteilt.

Um die Schuldenentwicklung wieder unter Kontrolle zu bringen, müsste die US-Regierung nach Einschätzung des Investors das Haushaltsdefizit langfristig auf rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren. Dafür wären sowohl geringere Staatsausgaben als auch höhere Einnahmen notwendig.

Bleibt eine solche Konsolidierung aus, könnte der Druck auf die US-Notenbank steigen, die Finanzierung der Staatsschulden indirekt stärker zu unterstützen. Gerade ein solches Szenario könnte knappe Vermögenswerte wie Gold und Bitcoin für Anleger langfristig attraktiver machen.