Bitcoin hat im März 2026 erstmals seit fünf Monaten einen positiven Monatsabschluss erzielt. Der Kurs schloss den Monat mit einem Plus von rund 0,19 Prozent, nachdem Januar und Februar mit Verlusten von 10,1 Prozent beziehungsweise 14,8 Prozent deutlich unter ihren historischen Durchschnittswerten geblieben waren.
Die Verlustphase, die im Oktober 2025 begann, gilt als die längste zusammenhängende Negativserie in der Geschichte der Kryptowährung. Bitcoin hatte sein Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 markiert und seitdem fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Zum Abschluss des ersten Quartals 2026 notierte der Kurs bei rund 66.000 bis 67.000 US-Dollar.
BTC mit +1,1 % in 24 Stunden
In Asien hält sich Bitcoin zu Beginn des April stabil. Händler warten auf neue Impulse, nachdem das erste Quartal deutlich schwächer als historisch üblich ausgefallen ist. Der historische Durchschnitt für den März liegt bei plus 10,2 Prozent – das tatsächliche Ergebnis blieb weit dahinter zurück.
Auf der Datenseite liefert der März gemischte Signale. Spot-Bitcoin-ETFs in den USA verbuchten im Monatsverlauf Nettozuflüsse von rund 1,13 Milliarden US-Dollar und beendeten damit eine viermonatige Abflussphasen. Zum Quartalsende kippten die wöchentlichen Daten jedoch ins Negative: In der letzten Märzwoche flossen 296 Millionen US-Dollar ab. Das Gesamtvermögen aller US-Spot-Bitcoin-ETFs liegt bei rund 90,89 Milliarden US-Dollar, was etwa 6,43 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung entspricht.
Geopolitik bleibt im Fokus
Langfristige Halter zeigten im Berichtszeitraum deutlich weniger Verkaufsbereitschaft. Die 30-Tage-Nettoveränderung bei Adressen mit mindestens 365 Tagen Haltedauer sank von minus 243.737 Bitcoin Anfang Februar auf minus 31.967 Bitcoin zum Märzende – ein Rückgang um rund 87 Prozent.
Belastend wirkt weiterhin das makroökonomische Umfeld. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie die US-Zollpolitik dämpfen die Risikobereitschaft an den globalen Märkten. Die Federal Reserve hob im März ihre Inflationsprognose auf 2,7 Prozent an, was Erwartungen auf baldige Zinssenkungen bremste und Kapital kurzfristig aus Risikoanlagen abzog.
Für den April gilt der historische Durchschnitt mit über 30 Prozent als der stärkste Monat im Bitcoin-Jahresverlauf. Analysten von Standard Chartered halten an der Bitcoin Prognose respektive einem Kursziel zwischen 120.000 und 150.000 US-Dollar bis Jahresende fest, abhängig von einer Rückkehr stabiler ETF-Zuflüsse. Technisch gilt die Marke von 67.000 US-Dollar als kurzfristige Unterstützungszone. Ein Rückfall darunter könnte die nächste Unterstützung bei rund 61.500 US-Dollar aktivieren.

Alex Merten hat Wirtschaftswissenschaften mit Fokus auf Geldpolitik und digitale Märkte studiert. Seit mehr als 5 Jahren analysiert er die Entwicklungen im Krypto- und Finanzsektor und beschäftigt sich besonders mit der Rolle von Bitcoin in einem globalen Marktumfeld. Neben makroökonomischen Einschätzungen liegt sein Fokus auf datenbasierten Kursprognosen, Marktanalysen und verständlich aufbereiteten Infografiken. Neben seiner Tätigkeit auf boersen-parkett.de veröffentlicht er auch Beiträge auf cryptonews.com. Bei seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf Faktentreue, Relevanz und eine klare Einordnung des täglichen Marktgeschehens.
