Google-Mutter Alphabet besitzt digitale Assets – welche Coins hält der Konzern?

Raphael Lulay

29.10.2026, 06:00 Uhr

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Google-Mutter Alphabet sichert laut CoinDesk eigene digitale Vermögenswerte auf den Blockchains Ethereum und Solana.
  • Welche Token der Konzern besitzt und welchen Wert die Bestände haben, ist nicht bekannt.
  • Alphabet nutzt dafür ein neues Sicherheitssystem von Google, das Finanzinstituten Anfang 2027 zur Verfügung stehen soll.

Die Google-Mutter Alphabet besitzt eigene digitale Vermögenswerte auf Ethereum und Solana. Der Konzern nutzt ein neues Sicherheitssystem, um diese abzusichern. Das berichtet CoinDesk unter Berufung auf Angaben von Google.

Für den Kryptomarkt ist das ein aufschlussreiches Detail: Alphabet ist offenbar nicht nur als Anbieter von Blockchain-Infrastruktur aktiv, sondern hält selbst digitale Assets. Welche das sind und wie groß die Bestände ausfallen, hat Google dem Bericht zufolge allerdings nicht offengelegt.

Alphabets digitale Assets: Was bekannt ist Stand: 28. Oktober 2026
Blockchains Ethereum und Solana
Konkrete Token Nicht offengelegt
Umfang und Wert Nicht offengelegt
Absicherung Google Multi-Party Compute
Quelle: CoinDesk. Aus den genannten Netzwerken lässt sich nicht ableiten, welche Token Alphabet hält.

Besitzt Alphabet Ether und Solana?

Die naheliegende Frage lautet, ob Alphabet Ether und SOL hält – die jeweiligen Netzwerk-Token von Ethereum und Solana. Beantworten lässt sie sich anhand der bisherigen Angaben nicht. Auf beiden Blockchains existieren zahlreiche weitere Token und digitale Vermögenswerte. Google hat laut CoinDesk nicht mitgeteilt, welche davon der Konzern absichert.

Ebenso offen ist der Zweck der Bestände. Digitale Assets können etwa im Rahmen von Anwendungen oder Tests verwendet werden; sie können auch als Anlage dienen. Welche Rolle sie bei Alphabet spielen, geht aus dem Bericht nicht hervor. Für die Annahme einer strategischen Krypto-Reserve gibt es auf dieser Grundlage keinen Beleg.

Warum Google die eigenen Assets absichert

Bekannt wurde Alphabets Einsatz im Zusammenhang mit einem neuen Google-Produkt für Banken und andere Finanzinstitute. Der Dienst namens Google Multi-Party Compute soll dabei helfen, Kryptowährungen und tokenisierte Vermögenswerte sicher aufzubewahren und zu übertragen.

Im Zentrum steht der private Schlüssel: Wer ihn kontrolliert, kann grundsätzlich Transaktionen für die zugehörige Wallet autorisieren. Gelangt ein Angreifer an den Schlüssel, kann er die Vermögenswerte möglicherweise abziehen.

Google setzt deshalb auf Multi-Party Computation, kurz MPC. Dabei arbeiten mehrere Schlüsselanteile zusammen, um eine Transaktion zu signieren. Die Anteile können in getrennten Umgebungen liegen. Das soll das Risiko verringern, dass ein einzelnes kompromittiertes System bereits den Zugriff auf die Vermögenswerte ermöglicht.

Zusätzlich können Finanzinstitute laut CoinDesk Regeln für Transaktionen festlegen, etwa Betragsgrenzen oder erforderliche Genehmigungen. Mehrere große Institute und Entwicklungspartner testen den Dienst bereits in einer privaten Vorschau. Google hat ihre Namen bislang ebenso wenig genannt wie die Preise. Die kommerzielle Einführung ist für Anfang 2027 geplant.

Google arbeitet seit Jahren an Krypto-Infrastruktur

Für Google ist die Technologie kein vollständiger Neuanfang. Bereits 2023 beschrieb Google Cloud in einem technischen Beitrag, wie sich MPC mit einer geschützten Rechenumgebung für Blockchain-Signaturen einsetzen lässt.

Das neue Produkt bündelt laut CoinDesk unter anderem Signaturen, Transaktionsregeln und Schlüsselwiederherstellung in einem eigenen Dienst. Google sieht zudem die Möglichkeit, später Verfahren zum Schutz vor Quantencomputern zu ergänzen. Einen Zeitplan dafür gibt es bislang nicht.

Der eigene Einsatz zeigt, dass Alphabet bereits digitale Vermögenswerte mit der neuen Technik absichert. Für eine Bewertung der Bestände fehlen jedoch die entscheidenden Informationen: die Namen der Assets, ihr Wert und der Grund, aus dem der Konzern sie hält.

Quellen und Stand: CoinDesk, 28. Oktober 2026; Google Cloud, 5. April 2023. Die Angaben zu Alphabets Beständen und zum neuen Produkt beruhen auf dem CoinDesk-Bericht über Auskünfte von Google.