IOTA Foundation streicht erneut Stellen – Schiener bestätigt Sparkurs

Raphael Lulay

26.06.2026, 21:44 Uhr

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IOTA-Gründer Dominik Schiener hat über X einen Stellenabbau bei der IOTA Foundation bestätigt. Eine intern kommunizierte Umstrukturierung verkleinere das Team, um die Burn-Rate zu senken und den Runway zu verlängern. Eine konkrete Zahl zum Umfang nennt Schiener nicht. Begründet wird der Schritt mit dem strukturellen Wandel der Krypto-Branche; man treffe die Entscheidungen jetzt, um finanziell unabhängiger zu werden.

Im Zentrum der neuen Ausrichtung steht TWIN, das Trade Worldwide Information Network – IOTAs Infrastruktur zur Digitalisierung des grenzüberschreitenden Handels. Diese soll laut Schiener zu einem umsatzgenerierenden Geschäft ausgebaut werden, das die Foundation langfristig trägt. TWIN ist bislang unter anderem in Kenia und in UK-Pilotprojekten im Einsatz.

Neues Allzeittief begleitet die Nachricht

Am 26. Juni markierte IOTA mit rund 0,036 US-Dollar ein neues Allzeittief, bevor sich der Kurs leicht erholte. Damit notiert das Projekt mehr als 99 Prozent unter seinem Rekordhoch von über fünf US-Dollar aus dem Jahr 2017. Die Marktkapitalisierung liegt nur noch bei etwa 170 Millionen US-Dollar. Wenige Tage zuvor hatte auch die Ethereum Foundation eine Umstrukturierung mit rund 20 Prozent Stellenabbau verkündet – ein Hinweis darauf, dass stiftungsfinanzierte Krypto-Projekte im aktuellen Zyklus verstärkt unter Kostendruck stehen.

Eigene Meinung

Eine Runway-Verlängerung durch Entlassungen ist zunächst ein defensives Signal: Sie verschafft Zeit, beantwortet aber nicht die Frage nach nachhaltigen Einnahmen. Fokussierung auf ein klar benanntes Produkt ist in einer schwierigen Marktphase vernünftig – entscheidend wird sein, ob TWIN den Sprung von Pilotprojekten zu belastbaren Umsätzen schafft. Für Anleger heißt das: Formulierungen wie „built to last“ sind Marketing, keine Kennzahlen. Aussagekräftiger sind Runway und nachweisbare TWIN-Umsätze. Der Wert eignet sich damit höchstens für risikobewusste Anleger, die einen spekulativen Turnaround begleiten wollen – nicht als Basisinvestment.