X Money offiziell gestartet: Elon Musks Zahlungsdienst weckt Krypto-Hoffnungen – Dogecoin geht erneut leer aus

Alex Merten

27.06.2026, 07:45 Uhr

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Der lang erwartete Bezahldienst von X ist offiziell gestartet. In den USA ging X Money für Premium- und Premium+-Abonnenten live und ermöglicht ab sofort Peer-to-Peer-Zahlungen in Echtzeit. Ein Nutzer testete das System direkt in der Praxis und überwies 25 US-Dollar an Elon Musk, damit dieser sich davon einen Kaffee kaufen könne. Der Milliardär bedankte sich öffentlich – wenige Stunden nach dem Launch lieferte die Anwendung damit ihren ersten sichtbaren Praxisnachweis.

Die digitale Geldbörse erlaubt neben P2P-Transfers auch Überweisungen auf externe Bankkonten sowie das Halten von US-Dollar-Guthaben. Abonnenten erhalten zudem eine physische Visa-Debitkarte aus Metall, auf der ihr X-Handle eingraviert ist. Für Krypto-Anleger schürt der Start neue Erwartungen mitten in einer Marktschwächephase, denn Musk hatte in der Vergangenheit mehrfach Interesse an einer möglichen Krypto-Integration signalisiert. Der aktuelle Start mit reinen Fiat-Funktionen schließt einen späteren Einsatz digitaler Assets nicht aus.

Regulierung als Fundament einer möglichen Krypto-Integration

X verfügt mittlerweile über Geldtransferlizenzen in mehr als 40 US-Bundesstaaten und erfüllt damit die zentralen rechtlichen Voraussetzungen für den Inlandszahlungsverkehr. Guthaben sind über ein sogenanntes Cash-Sweep-Programm mit bis zu 10 Millionen US-Dollar über die Einlagensicherung FDIC abgesichert – ein Schutzniveau, das klassische Wettbewerber wie PayPal oder Venmo auf verwahrte Guthaben nicht bieten. Damit rückt X Money technologisch und rechtlich in die Nähe eines vollwertigen Bankprodukts.

Genau diese enge Bindung an die Visa-Infrastruktur und die aufwändige Lizenzierung gelten als Grund, warum digitale Assets zum Start außen vor bleiben. Die Integration eines volatilen Tokens hätte die Compliance-Anforderungen verkompliziert und vermutlich Widerstand bei den Aufsichtsbehörden ausgelöst. Offen bleibt, ob und wann Bitcoin, Ethereum oder andere Coins in einer späteren Phase folgen – eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt es bislang nicht.

Dogecoin verliert seinen wichtigsten Werttreiber

Besonders hart trifft der Fiat-only-Start den Memecoin Dogecoin, der lange als heißester Kandidat für eine X-Money-Anbindung galt. Mit dem Launch ohne DOGE-Unterstützung verliert die Kryptowährung ihren zentralen fundamentalen Treiber innerhalb des X-Ökosystems. Der Kurs notiert aktuell bei rund 0,075 US-Dollar und liegt damit auf Monatssicht etwa ein Viertel im Minus. Der Relative-Strength-Index steht bei rund 23 Punkten und damit tief im überverkauften Bereich, während sich der übergeordnete Abwärtstrend seit Mai fortsetzt.

Zwar zeigen On-Chain-Daten weiterhin Akkumulation durch größere Wallets, und technisch deutet die überverkaufte Lage auf eine mögliche Gegenbewegung hin. Solange jedoch ein konkreter Nutzungsfall innerhalb von X Money fehlt, bleibt DOGE auf Social-Momentum und Spekulation angewiesen. Die zentrale Frage in der Community lautet nun, ob Musk nach einer konsolidierten Fiat-Basis im nächsten Schritt doch noch Kryptowährungen ergänzt – oder ob der lang gehegte X-Traum für Dogecoin endgültig geplatzt ist.