Erstmals seit Dezember zeigt ein zentraler On-Chain-Indikator wieder positive Werte. Parallel verzeichnen Bitcoin-ETFs neue Nettozuflüsse, während die Marktstimmung im Bereich extremer Furcht verharrt.
Ein On-Chain-Indikator zur Messung der Netto-Absorption von Bitcoin-Angebot ist erstmals seit Dezember wieder in positives Terrain gestiegen. Die sogenannte „apparent demand“ war zuvor rund drei Monate negativ – ein Signal dafür, dass mehr Coins in liquide Märkte flossen, als langfristige Halter aufnahmen.
Mit dem jüngsten Umschwung deutet sich an, dass der strukturelle Verkaufsdruck nachlässt. Solche Phasen markieren in früheren Marktzyklen häufig den Übergang von Verteilung zu Stabilisierung. Ein belastbarer Trendwechsel ist damit jedoch nicht bestätigt. Entscheidend wird sein, ob sich die Kennzahl über mehrere Wochen im positiven Bereich behauptet.
Wieder bullishe Krypto News?
Flankiert wird die Entwicklung von neuen Nettozuflüssen in US-Spot-Bitcoin-ETFs am Freitag. Nach zuvor schwächeren Tagen registrierten die Produkte wieder einen positiven Tageswert. Das ist insofern relevant, als ETF-Ströme seit der Zulassung als wichtiger Indikator für institutionelles Kapital gelten.
Zuflüsse allein garantieren keine nachhaltige Aufwärtsbewegung, sie stabilisieren jedoch die Marktstruktur, wenn sie wiederkehrend auftreten. In Kombination mit einer verbesserten On-Chain-Nachfrage ergibt sich zumindest ein konstruktiveres Bild als noch zu Jahresbeginn.
Extreme Furcht – Kontraindikator?
Parallel verharrt der bekannte Stimmungsindikator im Bereich „Extreme Furcht“. Der Index von Alternative.me signalisiert damit ein stark defensives Sentiment am Markt. Historisch traten ausgeprägte Angstphasen häufig in der Nähe zyklischer Tiefpunkte auf – allerdings nie als isolierter Beweis für eine Bodenbildung.
Die Kombination aus nachlassendem strukturellem Verkaufsdruck, frischen ETF-Zuflüssen und sehr pessimistischer Stimmung spricht zumindest dafür, dass sich der Markt in einer Übergangsphase befindet. Ob die Talsohle tatsächlich erreicht ist, wird sich daran zeigen, ob Kapitalzuflüsse und Nachfrageindikatoren in den kommenden Wochen stabil bleiben.
