Bitpanda ist MiCA-lizenziert, in Wien beheimatet und liefert Krypto, Aktien und Edelmetalle aus einer App. Der Preis dafür ist das Spread-Modell: Wer über den Standard-Kaufweg handelt, zahlt rund 1,49 % je Transaktion – das Zehnfache dessen, was die günstigste MiCAR-Börse im Markt verlangt. Genau hier setzen die Alternativen an.
Die besten Bitpanda Alternativen sind derzeit eToro (Einsteiger und Multi-Asset-Anleger, inklusive Copy- und KI-Trading), Bitvavo (langfristige Anleger und Sparplan-Nutzer, maximal 0,25 % Gebühren) und OKX (aktive Trader, Spot ab 0,08 % möglich). Bitpanda selbst ist über die FMA in Österreich MiCAR-lizenziert – die Regulierung ist also kein Unterscheidungsmerkmal, sondern gemeinsame Basis aller hier genannten Anbieter. Unterschieden wird über Kosten, Produktangebot und Zielgruppe. Wer den Anbieter wechselt, tut das fast immer wegen der Gebühren: 1.000 € hin und zurück kosten bei Bitpanda rund 29,80 €, bei Bitvavo rund 5 €.
- Warum suchen Nutzer Alternativen zu Bitpanda?
- Unsere drei Empfehlungen
- Die besten Alternativen zu Bitpanda im Überblick
- Weitere geprüfte Alternativen
- Ist Bitpanda reguliert? (MiCAR-Status)
- Bitpanda vs. Alternativen: Gebühren im Vergleich
- So wechselst du von Bitpanda zur Alternative
- Wann Bitpanda trotzdem die richtige Wahl bleibt
- Fazit
- Häufige Fragen
Warum suchen Nutzer Alternativen zu Bitpanda?
Der mit Abstand häufigste Grund sind die Kosten – und zwar nicht die ausgewiesene Ordergebühr, sondern der Spread. Bitpanda verlangt im Standard-Kaufweg keine sichtbare Kommission, sondern verdient an der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Diese liegt typischerweise bei rund 1,49 % je Transaktion. Weil der Betrag nicht als Gebühr in der Abrechnung auftaucht, unterschätzen viele Anleger die tatsächliche Belastung über Jahre hinweg. Wer monatlich bespart, zahlt bei jedem Kauf erneut.
Der zweite Grund ist das Handelsangebot. Bitpanda ist ein Broker mit angeschlossenem Krypto-Handel, keine klassische Krypto-Börse mit Orderbuch. Für aktive Trader bedeutet das: kein echtes Orderbuch im Standard-Interface, keine Perpetuals, kein Hebel, kein Copy-Trading. Bitpanda Fusion adressiert diese Lücke für aktive Nutzer mit Gebühren ab 0,25 % Maker/Taker – das ist eine deutliche Verbesserung, wird aber von vielen Bestandskunden gar nicht genutzt, weil der Standard-Kaufweg der App bequemer ist.
Dritter Grund: Die Coin-Auswahl ist solide, aber nicht führend. Wer breiter diversifizieren will, findet bei Bitvavo (400+ Coins) oder OKX (270+ Coins, 60+ EUR-Paare) mehr Auswahl. Und schließlich suchen Anleger, die Krypto und Aktien in einem Konto bündeln wollen, oft nach einer Plattform mit größerem Wertpapier-Universum – hier ist eToro mit 6.000+ Aktien und 700+ ETFs deutlich breiter aufgestellt.
Was kein Grund ist: die Regulierung. Bitpanda ist über die österreichische FMA MiCAR-lizenziert und gehört zu den rund 210 bis 250 Anbietern, die nach dem Auslaufen der letzten EU-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 eine Vollzulassung als CASP halten. Alle Alternativen in diesem Beitrag sind ebenfalls lizenziert. Es geht hier also nicht um Sicherheit gegen Unsicherheit, sondern um Kosten, Tiefe und Zielgruppe.
Unsere drei Empfehlungen
Grundlage sind unsere laufend aktualisierten Einzeltests von 32 Krypto-Börsen sowie die offiziellen Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter (siehe Krypto-Börsen-Vergleich). Aus diesem Feld empfehlen wir Anlegern aus Deutschland drei Plattformen – zwei davon sind Partner, Bitvavo empfehlen wir ohne Provisions-Interesse.
Investitionen in Kryptowerte sind mit Risiken verbunden und möglicherweise nicht für Privatanleger geeignet. Es kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Informiere dich hier über die Risiken.
eToro – die Alternative für Einsteiger und Multi-Asset-Anleger
eToro ist die naheliegende Alternative für alle, die Bitpanda vor allem wegen des Multi-Asset-Ansatzes gewählt haben, aber mehr Tiefe im Wertpapierbereich brauchen. Statt eines kompakten Aktienangebots stehen hier 6.000+ Aktien, 700+ ETFs und 200+ Coins in einem Konto. Dazu kommen Copy- und Social-Trading, KI-Trading-Features, Sparpläne und ein kostenloses Demokonto – Funktionen, die Bitpanda in dieser Form nicht bietet. Die Plattform ist seit 2007 am Markt, über die CySEC MiCAR-lizenziert (MiCA-Lizenz seit Februar 2025, eToro Europe Ltd) und selbst an der Nasdaq notiert.
Ehrlich benannt: Günstiger wird es dadurch nicht automatisch. eToro berechnet 1 % je Krypto-Transaktion – beim Kauf und beim Verkauf – zuzüglich Marktspread. Das liegt zwar unter Bitpandas 1,49 %, aber deutlich über reinen Krypto-Börsen. Hinzu kommt die USD-Kontoführung mit rund 1,5 % (150 Pips) Umrechnung bei EUR-Ein- und -Auszahlungen; per eToro Money lässt sich die Umrechnung bei EUR-Auszahlungen vermeiden. Die Auszahlungsgebühr beträgt 5 USD. Eignungs-Fazit: die richtige Wahl, wenn Krypto nur ein Baustein neben Aktien und ETFs ist – nicht, wenn es um die niedrigsten Krypto-Kosten geht. Details im eToro Testbericht.
Bitvavo – die Alternative für langfristige Anleger und Sparplan-Nutzer
Wer Bitpanda wegen der Kosten verlässt, landet in aller Regel hier. Bitvavo hält eine MiCA-CASP-Lizenz der niederländischen AFM (Bitvavo B.V.) und berechnet maximal 0,15 % Maker und 0,25 % Taker, volumenabhängig sinkend bis 0,04 %. Gegenüber Bitpandas Spread-Modell ist das rund ein Sechstel der Kosten. In der Roundtrip-Studie der Frankfurt School / Intas.tech (März 2026, 432 Roundtrips über neun MiCAR-Anbieter) war Bitvavo mit rund 0,53 % Gesamtkosten pro Roundtrip der günstigste geprüfte Anbieter. Dazu: 400+ Coins, kostenlose SEPA-Einzahlungen, Sparplan ab 10 €, über 4 Millionen Kunden.
Ehrlich benannt: Bitvavo ist eine reine Krypto-Börse. Keine Aktien, keine ETFs, keine Edelmetalle – wer Bitpanda genau wegen dieser Bündelung nutzt, verliert sie hier. Ebenso wenig gibt es Hebelprodukte, Futures oder Copy-Trading. Das Staking-Angebot für deutsche Nutzer war zuletzt eingeschränkt, den aktuellen Stand sollte man vor Kontoeröffnung prüfen. Eignungs-Fazit: die kostengünstigste Wahl für alle, die langfristig Kryptowährungen aufbauen und dafür auf Aktien im selben Konto verzichten können. Wir verlinken Bitvavo bewusst nur intern – wir verdienen an dieser Empfehlung nichts.
OKX – die Alternative für aktive Trader
OKX schließt genau die Lücke, die Bitpanda für aktive Nutzer offenlässt. Die MiCA-Lizenz erteilte die maltesische MFSA am 27. Januar 2025 an die OKX Europe Ltd. Im Spot liegen die Standardgebühren bei 0,20 % Maker und 0,35 % Taker; mit aktiviertem X-Perps-Konto sinken sie auf 0,08 % und 0,10 %. Die X-Perps selbst sind über die OKX Europe Markets Ltd nach MiFID II reguliert und bis 10x Hebel handelbar – ein Produkt, das Bitpanda gar nicht anbietet. Dazu 270+ Coins, 60+ EUR-Paare, Trading-Bots, eine Web3-Wallet für 130+ Chains und ein monatlicher Proof of Reserves per zk-STARK.
Ehrlich benannt: Ohne X-Perps-Aktivierung liegen die Standard-Gebühren über Bitvavo-Niveau. USDT ist auf der EU-Plattform nicht handelbar (MiCA-Vorgaben – stattdessen USDC und USDG). Und die Oberfläche ist für Umsteiger aus der aufgeräumten Bitpanda-App ein Bruch: Wer nur monatlich Bitcoin kaufen will, wird von der Plattformtiefe eher überfordert. Eignungs-Fazit: die richtige Wahl, wenn aktiv gehandelt wird – nicht als reiner Bitpanda-Ersatz für Buy-and-Hold. Mehr im OKX Testbericht.
Die besten Alternativen zu Bitpanda im Überblick
Die folgende Matrix zeigt Bitpanda im direkten Umfeld der zwölf relevantesten MiCAR-lizenzierten Anbieter im deutschsprachigen Raum – inklusive derer, die wir nicht empfehlen.
| Anbieter | MiCAR-Status (Entität) | Gebühren (Basis) | Handelsangebot | Sparplan | Copy-Trading | Coins | Beste Wahl für … |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bitpanda | Ja (FMA Österreich) | Spread ~1,49 %; Fusion ab 0,25 % | Spot, Aktien*, Edelmetalle | Ja | Nein | ~400 | Einsteiger mit Wunsch nach EU-Broker aus einer Hand |
| eToro | Ja (CySEC, eToro Europe Ltd) | 1 % je Transaktion + Spread | Spot, Aktien, ETFs, CFDs | Ja | Ja | 200+ | ✓ Einsteiger & Multi-Asset-Anleger |
| Bitvavo | Ja (AFM, Bitvavo B.V.) | 0,15 % / 0,25 %, bis 0,04 % | Spot | Ja (ab 10 €) | Nein | 400+ | ✓ Langfrist-Anleger & Kostenbewusste |
| OKX | Ja (MFSA Malta, OKX Europe Ltd) | 0,20 % / 0,35 %; ab 0,08 % | Spot, X-Perps (10x) | Ja | Nein | 270+ | ✓ Aktive Trader |
| Kraken | Ja (Central Bank of Ireland) | App ~1 % + Spread; Pro gestaffelt | Spot, Derivate, Staking | Ja | Nein | 500+ | Nutzer mit Fokus auf Coin-Breite & Support |
| Bybit EU | Ja (FMA Österreich, Bybit EU GmbH) | 0,15 % / 0,25 % | Spot, Futures (max. 10x) | Ja | Ja | 500+ | Trader mit Fokus auf große Coin-Auswahl |
| Finst | Ja (Niederlande) | 0,15 % Flat, kein Spread | Spot, Staking | Ja | Nein | <100 | Flat-Fee-Fans mit überschaubarem Coin-Bedarf |
| Trade Republic | Ja (BaFin, Wertpapierinstitut) | Spread-Modell, keine Ordergebühr | Spot, Aktien, ETFs, Zinsen | Ja | Nein | ~50 | Neobroker-Nutzer, die Krypto nur beimischen |
| Crypto.com | Ja (MFSA Malta) | gestaffelt, ~0,25–0,5 % | Spot, Karte, Staking | Ja | Nein | 250+ | Karten- & Cashback-Nutzer |
| 21bitcoin | Ja (prüfen) | ~0,99 % (sinkend) | Spot (Bitcoin-only) | Ja | Nein | 1 | Bitcoin-only-Sparer mit Auto-Withdraw |
| Bison | Ja (BaFin, Börse Stuttgart) | Spread 1,25 %, keine Ordergebühr | Spot | Ja | Nein | ~30 | ✗ Nicht empfohlen – teuer bei kleinem Angebot |
| Coinbase | Ja (Coinbase Luxembourg S.A.) | Simple ~1,49 % + Spread; Advanced 0,40 % / 0,60 % | Spot, Staking, Web3 | Ja | Nein | 250+ | ✗ Nicht empfohlen – höchste Gesamtkosten im Test |
*Aktienhandel bei Bitpanda über derivative Nachbildung. Quelle: Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter, ESMA-CASP-Register, eigene Recherche.
Zwei Anbieter fallen bei uns durch, obwohl sie sauber lizenziert sind. Coinbase war in der Frankfurt-School-Roundtrip-Studie mit rund 6,45 % Gesamtkosten pro Roundtrip der teuerste geprüfte Anbieter – das ist mehr als das Zwölffache von Bitvavo und selbst gegenüber Bitpanda kein Fortschritt. Wer im Advanced-Interface handelt, kommt auf 0,40 %/0,60 % und damit in einen vertretbaren Bereich; nur nutzt genau das die Zielgruppe selten. Bison punktet mit BaFin-Aufsicht und deutschem Support, verlangt aber 1,25 % Spread bei rund 30 handelbaren Coins. Als Bitpanda-Alternative wäre das ein Seitwärtsschritt bei kleinerem Angebot – deshalb keine Empfehlung.
Weitere geprüfte Alternativen
Kraken ist für Bitpanda-Wechsler dann interessant, wenn die Coin-Auswahl der limitierende Faktor war: 500 bis 640+ handelbare Coins, am Markt seit 2011, MiCA-lizenziert über die Central Bank of Ireland. Entscheidend ist der Kaufweg. Der Sofortkauf in der App kostet rund 1 % Gebühr plus Spread und liegt damit effektiv im Bitpanda-Bereich; erst Kraken Pro bringt die gestaffelte Orderbuch-Struktur. Deren Tier-Logik wurde zum 9. Juli 2026 auf Volumen oder Assets on Platform umgestellt – die aktuelle Basisstufe vor Kontoeröffnung im offiziellen Fee Schedule prüfen. Zu beachten: 72 Stunden Auszahlsperre nach der Ersteinzahlung. Details im Kraken Testbericht.
Bybit EU (Bybit EU GmbH, Wien, MiCA-Lizenz der FMA seit Mai 2025) liegt gebührenseitig mit 0,15 % Maker und 0,25 % Taker auf Bitvavo-Niveau und bietet zusätzlich Copy-Trading, Bots und eingeschränkte Futures bis 10x Hebel. SEPA ist kostenlos, Kreditkarteneinzahlungen sind mit rund 3,5 % teuer. Zur fairen Einordnung gehört der Hack vom Februar 2025 mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar Schaden – die Kundengelder wurden vollständig ersetzt.
Finst ist der Spezialfall für Kostenrechner: 0,15 % Flat-Fee auf Kauf und Verkauf, ohne Staffelung und ohne Spread-Aufschlag. Damit ist Finst bei kleinen Ordervolumina rechnerisch die günstigste Option überhaupt. Der Preis dafür ist das deutlich kleinere Coin-Angebot – wer Altcoins jenseits der Top 50 sucht, ist hier falsch.
Trade Republic zielt auf dieselbe Zielgruppe wie Bitpanda: alles in einem Depot. Krypto liegt hier neben Aktien, ETFs und verzinstem Guthaben, beaufsichtigt von der BaFin. Der Haken ist die Verwahrung: Ein Transfer der Coins auf die eigene Wallet ist nicht vorgesehen – für Anleger, die Selbstverwahrung planen, ist das ein Ausschlusskriterium. Den aktuellen Stand vor Kontoeröffnung prüfen.
21bitcoin und Relai sind Bitcoin-only-Spezialisten mit Gebühren um 0,99 % beziehungsweise rund 1 % – auf den ersten Blick teuer, im Gegenzug aber mit automatischer Auszahlung auf die eigene Wallet und sehr schlanken Sparplan-Prozessen. Wer Bitpanda ausschließlich für einen Bitcoin-Sparplan nutzt und Wert auf Eigenverwahrung legt, sollte diese beiden prüfen. Sobald Altcoins ins Spiel kommen, scheiden sie aus.
Ist Bitpanda reguliert? (MiCAR-Status)
Ja. Die Bitpanda-Gruppe hält eine MiCA-Lizenz der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und ist zusätzlich in weiteren EU-Jurisdiktionen registriert, unter anderem mit BaFin- und MFSA-Bezügen. Damit zählt Bitpanda zu den Anbietern, die nach dem Auslaufen der letzten EU-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 als zugelassener Crypto-Asset Service Provider (CASP) im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum tätig sein dürfen. Von über 1.200 zuvor national registrierten Anbietern haben nur rund 210 bis 250 diese Vollzulassung erhalten.
Wichtig für die Einordnung dieses Beitrags: Der MiCAR-Status ist hier kein Unterscheidungsmerkmal. Bitpanda ist lizenziert – und alle in der Matrix empfohlenen Alternativen sind es ebenfalls. Wer von Bitpanda wechselt, wechselt nicht von unreguliert zu reguliert, sondern von einem Spread-Modell zu einer Gebührenstruktur, die besser zum eigenen Anlageverhalten passt.
Zwei praktische Nebenwirkungen der Regulierung gelten für Bitpanda wie für jede Alternative: USDT ist auf MiCA-Plattformen aus dem Handel genommen, weil Tether keine EMI-/ART-Zulassung besitzt – Standard sind USDC und EURC, bei OKX zusätzlich USDG. Und seit dem 1. Januar 2026 erfassen EU-Börsen Transaktionsdaten nach DAC8, die ab 2027 automatisch an die Finanzämter gemeldet werden. Was das konkret bedeutet, steht in unserem Beitrag zur DAC8-Meldepflicht.
Bitpanda vs. Alternativen: Gebühren im Vergleich
Der Kostenunterschied wird erst am Rechenbeispiel greifbar. Betrachtet wird ein Roundtrip: 1.000 € in Bitcoin investieren und später wieder verkaufen – Kauf und Verkauf zusammen, ohne Kursbewegung.
| Kriterium | Bitpanda | eToro | Bitvavo | OKX |
|---|---|---|---|---|
| MiCAR-Lizenz | FMA Österreich | CySEC (eToro Europe Ltd) | AFM (Bitvavo B.V.) | MFSA (OKX Europe Ltd) |
| Gebührenmodell | Spread (~1,49 %) | 1 % je Transaktion + Spread | Maker/Taker 0,15 % / 0,25 % | Maker/Taker 0,20 % / 0,35 % |
| Kosten Kauf (1.000 €) | ~14,90 € | ~10,00 € | ~2,50 € | ~3,50 € |
| Kosten Verkauf (1.000 €) | ~14,90 € | ~10,00 € | ~2,50 € | ~3,50 € |
| Kosten Roundtrip (Beispiel) | ~29,80 € | ~20,00 € (+ ggf. USD-Umrechnung) | ~5,00 € | ~7,00 € (mit X-Perps ~2,00 €) |
| SEPA-Einzahlung | kostenlos | USD-Konto, ~1,5 % Umrechnung | kostenlos | kostenlos |
| Aktien & ETFs | Ja (derivativ) | Ja (6.000+ / 700+) | Nein | Nein |
| Copy-Trading | Nein | Ja | Nein | Nein |
| Sparplan | Ja | Ja | Ja (ab 10 €) | Ja |
| Coins | ~400 | 200+ | 400+ | 270+ (60+ EUR-Paare) |
Rechenbeispiel ohne Kursbewegung, Taker-Order unterstellt, gerundet. Quelle: Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter, eigene Recherche.
Die Spanne reicht also von rund 5 € bis rund 30 € für denselben Vorgang. Bei einem Sparplan mit 200 € monatlich summiert sich die Differenz zwischen Bitpanda und Bitvavo allein auf der Kaufseite auf rund 32 € pro Jahr – über zehn Jahre und bei steigenden Raten wird daraus ein vierstelliger Betrag. Zur Einordnung: Die Frankfurt School / Intas.tech hat im März 2026 in 432 Roundtrips über neun MiCAR-Anbieter Gesamtkosten zwischen rund 0,53 % (Bitvavo) und rund 6,45 % (Coinbase) gemessen. Bei 1.000 € Investment sind das 5,30 € gegenüber 64,50 €. Es lohnt sich also, genau hinzusehen – nachzulesen auch in unserer Übersicht der Krypto-Studien.
So wechselst du von Bitpanda zur Alternative
Ein Wechsel ist unkompliziert, wenn die Reihenfolge stimmt. Wichtigster Grundsatz: erst das neue Konto, dann der Transfer, dann die Schließung des alten Kontos – nie umgekehrt.
- Neues Konto eröffnen und verifizieren. Die KYC-Prüfung dauert je nach Anbieter Minuten bis Tage. Solange sie läuft, sind Ein- und Auszahlungen blockiert. Erst wenn das Zielkonto vollständig freigeschaltet ist, geht es weiter.
- Transaktionshistorie bei Bitpanda exportieren. Vor jedem Transfer die vollständige CSV-Historie herunterladen – sie ist die Grundlage für die Anschaffungskosten und die Haltefrist. Wer über mehrere Plattformen hinweg handelt, verliert schnell den Überblick. Ein Steuer-Tool wie CoinTracking → importiert die CSV-Dateien beider Börsen und führt die Historie lückenlos zusammen. Das nachträglich zu rekonstruieren, ist deutlich aufwendiger als es einmal sauber zu machen.
- Coins on-chain übertragen. Auszahlungsadresse auf der neuen Plattform erzeugen und das Netzwerk exakt abgleichen – ein USDC auf dem falschen Netzwerk ist im Zweifel verloren. Bei größeren Beträgen zuerst eine Testtransaktion mit einem kleinen Betrag senden und die Gutschrift abwarten.
- Die Stablecoin-Falle beachten. MiCA-Plattformen handeln kein USDT. Wer Tether hält, muss vor dem Transfer in USDC oder EURC tauschen oder die Verwahr-Regeln der Zielbörse prüfen. Hintergründe zur Stablecoin-Regulierung.
- Steuerlich sauber bleiben. Ein reiner Coin-Transfer zwischen eigenen Konten und Wallets ist kein Verkauf und löst keine Steuer aus – die Haltefrist läuft weiter. Ein Tausch dagegen, etwa USDT in USDC, ist ein steuerlich relevanter Vorgang. Wer innerhalb eines Jahres tauscht, kann die Haltefrist für den betroffenen Bestand zurücksetzen. Details unter Kryptowährungen und Steuern und im Haltefrist-Rechner.
- Eigenverwahrung prüfen. Wenn die Coins ohnehin die Plattform verlassen, ist das der beste Moment für die Frage nach der Verwahrung. Ein Hardware-Wallet wie Tangem → nimmt die Coins aus der Börsenverwahrung heraus; unsere Einschätzung dazu im Tangem Testbericht. Für Beträge, die aktiv gehandelt werden, bleibt die Börse der praktischere Ort – für langfristige Bestände nicht.
Wann Bitpanda trotzdem die richtige Wahl bleibt
Bitpanda hat ein Argument, das keine der drei Empfehlungen in dieser Kombination liefert: Krypto, Aktien und Edelmetalle in einer einzigen, sehr aufgeräumten App eines europäischen Anbieters unter FMA-Aufsicht, mit deutschsprachigem Support und Sitz in Wien. Wer genau das sucht und pro Jahr nur wenige hundert Euro bewegt, für den fällt der Kostenunterschied schlicht nicht ins Gewicht – ein Wechsel bringt in dieser Konstellation mehr Aufwand als Ersparnis.
Auch der aktive Bitpanda-Nutzer sollte den Wechsel nicht reflexhaft vollziehen. Über Bitpanda Fusion sinken die Gebühren auf ab 0,25 % Maker/Taker – damit liegt Bitpanda auf dem Niveau von Bitvavo und Bybit EU. Wer bisher nur den Standard-Kaufweg genutzt hat, löst sein Kostenproblem möglicherweise innerhalb derselben Plattform. Erst wenn Produkte fehlen, die Bitpanda gar nicht anbietet – Copy-Trading, Perpetuals, ein breites ETF-Universum –, ist der Wechsel zwingend.
- MiCA-Lizenz der österreichischen FMA, EU-Anbieter mit Sitz in Wien
- Krypto, Aktien und Edelmetalle in einer App
- Sehr einsteigerfreundliche Oberfläche, deutschsprachiger Support
- Bitpanda Fusion senkt die Gebühren für aktive Nutzer auf ab 0,25 %
- Sparpläne und breite Coin-Auswahl
- Standard-Kaufweg mit rund 1,49 % Spread deutlich teurer als Orderbuch-Börsen
- Kosten sind als Spread nicht transparent ausgewiesen
- Kein Copy-Trading, kein Hebel, keine Perpetuals
- Aktienangebot derivativ nachgebildet, nicht mit eToros Universum vergleichbar
- Fusion muss aktiv gewählt werden – viele Nutzer zahlen unnötig den Spread
Ausführlich haben wir die Plattform im Bitpanda Testbericht geprüft.
Fazit: Welche Alternative zu Bitpanda passt zu dir?
Bitpanda ist kein schlechter Anbieter – er ist ein teurer Anbieter mit einem bequemen Interface. Wer wechselt, sollte das entlang der eigenen Anlagepraxis tun, nicht entlang eines pauschalen Rankings.
Bist du Einsteiger oder willst du Krypto neben Aktien und ETFs in einem Konto halten? Dann ist eToro die passende Alternative. Multi-Asset, Copy- und KI-Trading, Demokonto, seit 2007 am Markt. Mit 1 % je Transaktion günstiger als Bitpandas Standard-Spread, aber keine Billiglösung – die Stärke liegt in der Breite, nicht im Preis.
Baust du langfristig Krypto auf, per Sparplan, und Aktien brauchst du nicht im selben Konto? Dann ist Bitvavo die klare Wahl. Maximal 0,25 % Gebühren, 400+ Coins, Sparplan ab 10 €, in der Frankfurt-School-Studie der günstigste geprüfte Anbieter. Der Roundtrip kostet rund ein Sechstel dessen, was bei Bitpanda anfällt. Wir verdienen an dieser Empfehlung nichts – sie steht hier trotzdem an erster Stelle für Kostenbewusste.
Handelst du aktiv, mehrmals im Monat, vielleicht mit Hebel? Dann führt der Weg zu OKX. Spot ab 0,08 % mit aktiviertem X-Perps-Konto, regulierte Perpetuals bis 10x, Trading-Bots und monatlicher Proof of Reserves. Die Plattform verlangt Einarbeitung – wer sie investiert, handelt danach deutlich günstiger.
Häufige Fragen zu Bitpanda Alternativen
Was ist die beste Alternative zu Bitpanda?
Das hängt vom Anlageverhalten ab. Für langfristige Anleger und Sparplan-Nutzer ist Bitvavo die kostengünstigste Alternative (max. 0,25 % statt rund 1,49 % Spread). Für Einsteiger und Multi-Asset-Anleger ist eToro passender, weil Krypto, Aktien und ETFs in einem Konto liegen. Aktive Trader fahren mit OKX am besten.
Ist Bitpanda MiCA-reguliert?
Ja. Bitpanda hält eine MiCA-Lizenz der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und darf nach dem Auslaufen der EU-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 als zugelassener CASP im gesamten EWR tätig sein. Der Status lässt sich im öffentlichen ESMA-CASP-Register prüfen. Alle in diesem Beitrag empfohlenen Alternativen sind ebenfalls lizenziert.
Welche Alternative zu Bitpanda hat die niedrigsten Gebühren?
Bitvavo mit maximal 0,15 % Maker und 0,25 % Taker, volumenabhängig sinkend bis 0,04 %. In der Frankfurt-School-Roundtrip-Studie vom März 2026 war Bitvavo mit rund 0,53 % Gesamtkosten pro Roundtrip der günstigste von neun geprüften MiCAR-Anbietern. Finst liegt mit 0,15 % Flat-Fee ähnlich, bietet aber weniger Coins.
Warum ist Bitpanda so teuer?
Bitpanda verlangt im Standard-Kaufweg keine sichtbare Ordergebühr, sondern verdient über den Spread – die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, typischerweise rund 1,49 %. Da diese Kosten nicht als Gebühr in der Abrechnung erscheinen, werden sie oft unterschätzt. Über Bitpanda Fusion sinken die Kosten auf ab 0,25 % Maker/Taker.
Kann ich meine Coins von Bitpanda zu einer Alternative übertragen – und was gilt steuerlich?
Ja, per On-Chain-Transfer auf die Einzahlungsadresse der neuen Plattform. Netzwerk exakt abgleichen und bei größeren Beträgen eine Testtransaktion senden. Steuerlich ist ein reiner Transfer zwischen eigenen Konten kein Verkauf – die Haltefrist läuft weiter. Ein Tausch (etwa USDT in USDC) ist dagegen ein steuerlich relevanter Vorgang.
Warum ist USDT bei MiCA-Börsen nicht handelbar?
Tether besitzt keine EMI-/ART-Zulassung nach der MiCA-Verordnung. MiCAR-lizenzierte Plattformen dürfen USDT deshalb nicht mehr für EWR-Kunden anbieten. Standard sind stattdessen USDC und EURC, bei OKX zusätzlich USDG. Wer USDT hält, sollte vor einem Plattformwechsel tauschen.
Zum Überblick: Dieser Wechsel-Guide ist Teil unseres Hubs Krypto-Börsen Alternativen – mit MiCA-Status, Gebühren-Matrix und allen Wechsel-Guides im direkten Vergleich.