Krypto-Börsen · Vergleich · MiCAR
Coinbase ist seit Juni 2025 über die Coinbase Luxembourg S.A. MiCA-lizenziert – regulatorisch also einwandfrei. Wer trotzdem nach Coinbase Alternativen sucht, hat meist einen anderen Grund: die Kosten. In einer Roundtrip-Studie der Frankfurt School lag Coinbase mit rund 6,45 % Gesamtkosten am oberen Ende des Feldes – der günstigste geprüfte Anbieter kam auf 0,53 %. Wir haben den Markt geprüft und zeigen, welche EU-regulierte Börse für welchen Anlegertyp die bessere Wahl ist.
Auf einen Blick
Die besten Coinbase Alternativen sind derzeit eToro (Einsteiger und Multi-Asset-Anleger, inklusive Copy- und KI-Trading), Bitvavo (langfristige Anleger und Sparplan-Nutzer, maximal 0,25 % Gebühren) und OKX (aktive Trader, Spot ab 0,08 % möglich). Alle drei sind ebenso wie Coinbase MiCA-lizenziert – die Regulierung ist hier also kein Unterscheidungsmerkmal, sondern gemeinsame Basis. Der Unterschied liegt bei Gebühren, Produktangebot und Zielgruppe. Wer Coinbase über die einfache App nutzt, zahlt pro Kauf typischerweise 1,1 bis 2 % – bei Bitvavo sind es 0,25 %.
- Warum suchen Nutzer Alternativen zu Coinbase?
- Die besten Coinbase Alternativen im Überblick
- eToro – für Einsteiger und Multi-Asset
- Bitvavo – für langfristige Anleger
- OKX – für aktive Trader
- Weitere geprüfte Alternativen
- Ist Coinbase reguliert? MiCAR-Status
- Gebühren im Vergleich – das 1.000-Euro-Beispiel
- So wechselst du von Coinbase zur Alternative
- Wann Coinbase trotzdem die richtige Wahl bleibt
- Fazit
- Häufige Fragen
Warum suchen Nutzer Alternativen zu Coinbase?
Der mit Abstand häufigste Grund sind die Kosten – nicht die Regulierung. Coinbase ist seit dem 20. Juni 2025 über die Coinbase Luxembourg S.A. von der luxemburgischen CSSF als MiCA-Dienstleister zugelassen und darf EWR-Kunden regulär bedienen. Wer wechselt, tut das also aus ökonomischen und funktionalen Gründen. Die konkreten Muster:
- Zwei Preiswelten unter einem Login. Die einfache Coinbase-App rechnet mit einem eingebetteten Spread von rund 0,5 % plus variabler Gebühr – effektiv landen viele Nutzer bei 1,1 bis 2 % pro Kauf. Nur wer aktiv auf Coinbase Advanced wechselt, zahlt das günstigere Maker/Taker-Modell. Viele Anleger wissen das nicht und zahlen jahrelang den Aufpreis.
- Auch Advanced ist kein Preisführer. Die Basisstufe liegt bei 0,40 % Maker und 0,60 % Taker. Zum Vergleich: Bitvavo startet bei 0,15 %/0,25 %, Bybit EU bei pauschal 0,10 %.
- Kartenzahlung ist teuer. Der Kauf per Debitkarte kostet ein Vielfaches der SEPA-Variante – ein häufiger Einstiegsfehler.
- Kein Multi-Asset-Depot. Wer Krypto, Aktien und ETFs in einer Oberfläche will, findet das bei Coinbase in Europa nicht.
- Kein Copy-Trading. Anleger, die Strategien erfahrener Trader spiegeln wollen, brauchen eine andere Plattform.
- Sparplan-Lücke. Wer monatlich kleine Beträge automatisiert kaufen will, zahlt bei prozentualen Spread-Modellen überproportional drauf. Ein Sparplan ab 10 Euro zu 0,25 % ist hier deutlich effizienter.
Grundlage dieser Einordnung sind unsere laufend aktualisierten Einzeltests von 32 Krypto-Börsen sowie die offiziellen Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter – nachzulesen im Krypto-Börsen-Vergleich. Wie Coinbase im Detail abschneidet, steht in unseren Coinbase Erfahrungen.
Die besten Coinbase Alternativen im Überblick
Wir haben den EU-regulierten Markt geprüft und empfehlen drei Anbieter – zwei davon sind Partner, Bitvavo empfehlen wir ohne Provisions-Interesse. Vorab die drei Kurzfassungen, darunter die vollständige Matrix mit zehn Anbietern.
Investitionen in Kryptowerte sind mit Risiken verbunden und möglicherweise nicht für Privatanleger geeignet. Es kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Informiere dich hier über die Risiken.
| Anbieter | MiCAR-Status (Entität / Aufsicht) | Gebühren (Spot, Basisstufe) | Angebot | Sparplan | Copy-Trading | Coins | Beste Wahl für … |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Coinbase | Ja – Coinbase Luxembourg S.A. / CSSF | Simple ~1,1–2 % effektiv; Advanced 0,40 %/0,60 % | Spot | Ja | Nein | 240+ | Einsteiger, die maximale App-Einfachheit über Kosten stellen |
| eToro ✓ | Ja – eToro Europe Ltd / CySEC | 1 % je Transaktion + Spread | Krypto, Aktien, ETFs, CFDs | Ja | Ja | 200+ | Einsteiger & Multi-Asset-Anleger |
| Bitvavo ✓ | Ja – Bitvavo B.V. / AFM | 0,15 % Maker / 0,25 % Taker (bis 0,04 %) | Spot | Ja, ab 10 € | Nein | 400+ | Langfrist-Anleger & Kostenbewusste |
| OKX ✓ | Ja – OKX Europe Ltd / MFSA | 0,20 %/0,35 %; mit X-Perps-Konto 0,08 %/0,10 % | Spot, X-Perps (max. 10x) | Ja | Bots statt Copy | 270+ | Aktive Trader |
| Kraken | Ja – Central Bank of Ireland | App-Sofortkauf ~1 % + Spread; Pro gestaffelt | Spot, Derivate | Ja | Nein | 500+ | Trader mit Fokus auf große Coin-Auswahl und Support |
| Bybit EU | Ja – Bybit EU GmbH / FMA | 0,10 % Maker = Taker (pauschal) | Spot, Futures (eingeschränkt) | Nein | Ja | 400+ | Trader mit Fokus auf niedrige Pauschalgebühr |
| Finst | Ja – Niederlande | 0,15 % Flat (Kauf & Verkauf), kein Spread | Spot | Ja | Nein | kleiner | Flat-Fee-Fans mit Fokus auf Major-Coins |
| Bitpanda | Ja – FMA Österreich | Spread-Modell, typ. ~1,49 %; Fusion ab 0,25 % | Krypto, Aktien*, Edelmetalle | Ja | Nein | 400+ | Nicht empfohlen – Spread-Modell teurer als Coinbase Advanced |
| Bison | Ja – BaFin (Börse Stuttgart) | Kein Explizit-Fee, aber 1,25 % Spread | Spot | Ja | Nein | ~30 | Nicht empfohlen – teuer und sehr kleines Angebot |
| Trade Republic | Ja – BaFin (Wertpapierinstitut) | Spread-Modell, keine Ordergebühr | Krypto, Aktien, ETFs, Zinsen | Ja | Nein | ~50 | Nicht empfohlen für reine Krypto-Nutzer – Wallet-Transfer eingeschränkt |
Quelle: Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter, ESMA-CASP-Register, eigene Recherche. Gebühren sind Basisstufen für Privatanleger.
eToro – die Alternative für Einsteiger und Multi-Asset-Anleger
eToro ist die richtige Coinbase Alternative für alle, die Krypto nicht isoliert, sondern als Teil eines Gesamtdepots halten wollen. Die Plattform ist über die eToro Europe Ltd bei der zypriotischen CySEC MiCAR-lizenziert, ist seit 2007 am Markt und seit 2025 selbst an der Nasdaq notiert – ein Transparenzniveau, das im Krypto-Sektor selten ist. Neben 200+ echten Kryptowährungen stehen über 6.000 Aktien und 700+ ETFs in derselben Oberfläche zur Verfügung. Das ist der zentrale funktionale Unterschied zu Coinbase, das in Europa reines Krypto-Geschäft betreibt.
Hinzu kommen Copy-Trading, KI-gestützte Trading-Features, Sparpläne und ein kostenloses Demokonto – alles Funktionen, die Coinbase nicht bietet. Ehrlich benannt: Günstig ist eToro nicht. Es fallen 1 % Gebühr pro Krypto-Transaktion an, also beim Kauf und beim Verkauf, zuzüglich Marktspread. Die Kontoführung läuft in US-Dollar, weshalb bei EUR-Ein- und Auszahlungen rund 1,5 % Umrechnung (150 Pips) anfallen können – über eToro Money in Euro lässt sich das vermeiden. Auszahlungen kosten 5 USD. Details dazu in unseren eToro Gebühren.
Eignungs-Fazit: Wer ein einziges Depot für Krypto, Aktien und ETFs will und dafür bewusst eine höhere Transaktionsgebühr akzeptiert, fährt mit eToro besser als mit Coinbase.
Bitvavo – die Alternative für langfristige Anleger
Bitvavo ist die konsequente Antwort auf das Kostenproblem, das die meisten Coinbase-Wechsler umtreibt. Die Bitvavo B.V. besitzt eine MiCA-CASP-Lizenz der niederländischen AFM und verlangt maximal 0,15 % Maker beziehungsweise 0,25 % Taker – volumenabhängig sinkend bis 0,04 %. In der Roundtrip-Studie der Frankfurt School Blockchain Center gemeinsam mit Intas.tech (432 Roundtrips über neun MiCAR-regulierte Anbieter, März 2026) war Bitvavo mit rund 0,53 % Gesamtkosten pro Roundtrip der günstigste geprüfte Anbieter – Coinbase lag im selben Test bei rund 6,45 %. Dazu kommen 400+ Coins, kostenlose SEPA-Einzahlungen, ein Sparplan ab 10 Euro und mehr als vier Millionen Kunden.
Diese Empfehlung sprechen wir ohne Partnervertrag aus – Bitvavo vergütet uns nicht. Genau deshalb steht sie hier. Ehrlich benannt: Bitvavo bietet keinen Hebel und keine Futures, kein Copy-Trading und keine Aktien oder ETFs. Staking war für deutsche Nutzer zuletzt eingeschränkt.
Eignungs-Fazit: Wer Coins kauft, um sie zu halten, und schlicht keine 6 % Reibungsverlust akzeptieren will, findet in Bitvavo die kosteneffizienteste EU-regulierte Lösung. Alle Details im Bitvavo Test.
OKX – die Alternative für aktive Trader
OKX richtet sich an Nutzer, denen Coinbase Advanced funktional zu flach und preislich zu teuer ist. Die OKX Europe Ltd hält seit dem 27. Januar 2025 eine MiCA-Lizenz der maltesischen MFSA. Die Spot-Gebühren liegen standardmäßig bei 0,20 % Maker und 0,35 % Taker – mit aktiviertem X-Perps-Konto sinken sie auf 0,08 %/0,10 %. Damit unterbietet OKX die Coinbase-Advanced-Basisstufe (0,40 %/0,60 %) deutlich. Hinzu kommen regulierte X-Perps mit bis zu 10x Hebel (über die OKX Europe Markets Ltd nach MiFID II), 270+ Coins mit 60+ EUR-Paaren, ein monatlicher Proof of Reserves per zk-STARK, Trading-Bots und eine Web3-Wallet für 130+ Chains.
Ehrlich benannt: Wer die Standardstufe nutzt und kein X-Perps-Konto aktiviert, zahlt mehr als bei Bitvavo. USDT ist unter MiCA nicht handelbar – stattdessen kommen USDC und USDG zum Einsatz. Und die Funktionstiefe der Plattform kann Einsteiger schlicht überfordern. Mehr dazu in unseren OKX Erfahrungen.
Eignungs-Fazit: Für Anleger, die regelmäßig handeln, Derivate nutzen wollen und Wert auf nachprüfbare Reserven legen, ist OKX die stärkste regulierte Alternative.
Weitere geprüfte Alternativen
Kraken
Kraken ist über die irische Zentralbank MiCA-lizenziert, seit 2011 am Markt und bietet mit 500+ Coins die größere Auswahl als Coinbase. Der Sofortkauf in der App kostet rund 1 % plus Spread – Kraken Pro ist gestaffelt, die Struktur wurde zum 9. Juli 2026 umgestellt (Einstufung nun nach Volumen oder Assets on Platform). Wer die Basisstufe konkret kalkulieren will, sollte die Gebührenseite live prüfen. Stärke: sehr guter Support. Details in den Kraken Erfahrungen.
Bybit EU
Die Bybit EU GmbH (Wien) ist seit Mai 2025 über die österreichische FMA MiCA-lizenziert und verlangt im Spot pauschal 0,10 % Maker wie Taker – günstiger als jede Coinbase-Stufe. Copy-Trading und Bots sind an Bord, Kreditkarten-Einkäufe dagegen mit rund 3,5 % teuer. Zur fairen Einordnung gehört der Hack vom Februar 2025 (rund 1,5 Mrd. USD), bei dem Kundengelder vollständig ersetzt wurden.
Finst
Finst rechnet mit 0,15 % Flat-Fee bei Kauf und Verkauf ab – ohne Spread und ohne Staffelung. Das ist für kleine, regelmäßige Beträge kalkulierbarer als jedes Tier-Modell. Das Coin-Angebot ist allerdings deutlich kleiner als bei Coinbase.
Nicht empfohlen: Bitpanda, Bison, Trade Republic
Diese drei Anbieter sind sauber EU-reguliert – lösen das Coinbase-Problem aber nicht. Bitpanda arbeitet im Standardkaufweg mit einem Spread von typischerweise rund 1,49 % und ist damit tendenziell teurer als Coinbase Advanced; erst Bitpanda Fusion ab 0,25 % wird konkurrenzfähig. Bison verlangt zwar keine explizite Gebühr, kalkuliert aber 1,25 % Spread ein – bei nur rund 30 Coins. Trade Republic bietet Krypto bequem neben Aktien und ETFs, schränkt aber den Transfer auf eine eigene Wallet ein, was für selbstverwahrende Anleger ein Ausschlusskriterium ist. Wer wegen der Kosten von Coinbase weg will, verbessert sich bei keinem der drei spürbar.
Ist Coinbase reguliert? Der MiCAR-Status im Detail
Ja. Coinbase ist in der EU vollständig MiCA-reguliert. Die zuständige Entität ist die Coinbase Luxembourg S.A., die am 20. Juni 2025 von der luxemburgischen Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) eine CASP-Zulassung erhalten hat. Über den MiCA-Passporting-Mechanismus darf Coinbase damit Kunden im gesamten EWR bedienen. Bestehende nationale Lizenzen aus Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden und Spanien wurden unter diesem Rahmen konsolidiert.
Für Anleger bedeutet das: Die Wahl zwischen Coinbase und den hier genannten Alternativen ist keine Sicherheitsentscheidung. Getrennte Verwahrung von Kundengeldern, EU-Aufsicht und Rechtsweg gelten bei allen vier gleichermaßen. Entschieden wird über Kosten, Produktumfang und Zielgruppe. Wie der Rahmen funktioniert, erklären wir in unserem Beitrag zur MiCAR-Verordnung.
Coinbase vs. Alternativen: Gebühren im Vergleich
Der Unterschied wird erst konkret, wenn man ihn durchrechnet. Wir legen einen Roundtrip zugrunde: 1.000 Euro kaufen, später zum gleichen Kurs wieder verkaufen. Der Marktspread ist dabei nicht eingerechnet – er verschiebt die Rangfolge nicht, verstärkt sie eher.
| Kriterium | Coinbase | eToro | Bitvavo | OKX |
|---|---|---|---|---|
| MiCAR-Entität | Coinbase Luxembourg S.A. (CSSF) | eToro Europe Ltd (CySEC) | Bitvavo B.V. (AFM) | OKX Europe Ltd (MFSA) |
| Gebühr Basisstufe | Advanced 0,40 %/0,60 %; Simple ~1,1–2 % | 1 % je Transaktion | 0,15 %/0,25 % | 0,20 %/0,35 % |
| SEPA-Einzahlung | kostenlos | USD-Konto, ggf. ~1,5 % Umrechnung | kostenlos | kostenlos |
| Sparplan | Ja | Ja | Ja, ab 10 € | Ja |
| Aktien & ETFs | Nein | Ja | Nein | Nein |
| Copy-Trading | Nein | Ja | Nein | Bots |
| Kosten 1.000-€-Roundtrip (Beispiel) | ~12,00 € (Advanced, Taker) | ~20,00 € (2×1 %) | ~5,00 € (2×0,25 %) | ~7,00 € (2×0,35 %) |
Quelle: Preis-Leistungs-Verzeichnisse der Anbieter, eigene Berechnung. Rechenbeispiel ohne Marktspread, Basisstufe Taker.
Das Ergebnis ist eindeutig: Bei reinen Handelsgebühren ist Bitvavo mit rund 5 Euro pro Roundtrip am günstigsten, gefolgt von OKX mit rund 7 Euro. Coinbase Advanced landet bei etwa 12 Euro – wer aber die einfache Coinbase-App nutzt, zahlt schnell das Doppelte davon. eToro ist mit rund 20 Euro der teuerste der vier, liefert dafür aber ein Multi-Asset-Depot samt Copy-Trading, das die anderen drei überhaupt nicht anbieten. Wer nur kauft und hält, sollte nicht bei eToro landen. Wer sein gesamtes Portfolio dort bündelt, zahlt bewusst für Funktionen.
Zur Einordnung: In der bereits erwähnten Frankfurt-School-Studie klaffte die Gesamtkostenspanne bei 1.000 Euro Investment zwischen 5,30 Euro und 64,50 Euro pro Roundtrip. Wer viermal im Jahr umschichtet, redet also nicht über Kleingeld.
So wechselst du von Coinbase zur Alternative
- Zuerst das neue Konto eröffnen und verifizieren. Niemals umgekehrt. Die KYC-Prüfung bei der Zielbörse kann dauern – erst wenn sie abgeschlossen ist, sollte Kapital bewegt werden.
- Transaktionshistorie exportieren, bevor du etwas bewegst. Coinbase stellt einen CSV-Export bereit. Diese Datei ist die Grundlage deiner Steuerdokumentation – spätestens wenn Historien über mehrere Plattformen verstreut liegen, wird Lückenlosigkeit zum Problem. Wer mehrere Börsen nutzt, fährt mit einem Tool wie CoinTracking → deutlich strukturierter als mit einer Tabellenkalkulation.
- Coins per On-Chain-Transfer übertragen. Netzwerk exakt abgleichen – ein ERC-20-Token auf eine BEP-20-Adresse zu senden, kostet den Bestand. Bei größeren Beträgen immer erst eine Testtransaktion.
- Die USDT-Falle beachten. MiCA-Plattformen handeln kein USDT, weil Tether keine EMI-Zulassung besitzt. Wer USDT auf Coinbase hält, sollte vor dem Transfer in USDC oder EURC tauschen oder die Verwahrregeln der Zielbörse prüfen. Hintergründe dazu in unserem Beitrag zur Stablecoin-Regulierung unter MiCA.
- Die steuerliche Logik verstehen. Ein reiner Transfer zwischen eigenen Konten oder Wallets ist kein Verkauf und löst keine Steuer aus. Ein Tausch – etwa USDT in USDC – ist dagegen ein steuerlich relevanter Vorgang. Die einjährige Haltefrist beginnt beim getauschten Bestand neu. Details unter Kryptowährungen und Steuern und im Haltefrist-Rechner.
- Den Moment für Eigenverwahrung nutzen. Wer die Coins ohnehin bewegt, kann den Zwischenschritt sparen und direkt auf eine Hardware-Wallet gehen. Eine Tangem-Karte → ist dafür der niedrigschwelligste Einstieg – unsere Bewertung steht in den Tangem Wallet Erfahrungen.
Wann Coinbase trotzdem die richtige Wahl bleibt
Coinbase ist keine schlechte Börse – sie ist eine teure. Das ist ein Unterschied. Es gibt Konstellationen, in denen der Aufpreis vertretbar ist:
- Voll MiCA-lizenziert (CSSF Luxemburg), börsennotiertes US-Unternehmen mit hoher Transparenz
- Sehr einsteigerfreundliche App und großes Ökosystem (Wallet, Karte, Staking)
- Coinbase Advanced senkt die Kosten deutlich – wer den Wechsel innerhalb der Plattform macht, löst einen Großteil des Problems bereits
- Lange Historie ohne Verlust von Kundengeldern
- Simple-Interface effektiv 1,1–2 % pro Kauf, Advanced-Basisstufe 0,40 %/0,60 %
- Teuerster Anbieter der Frankfurt-School-Roundtrip-Studie (~6,45 %)
- Keine Aktien und ETFs im europäischen Angebot
- Kein Copy-Trading
- Kein USDT-Handel unter MiCA
Wer selten kauft, kleine Beträge bewegt und die Bedienbarkeit über alles stellt, kann bei Coinbase bleiben – sollte dann aber konsequent Coinbase Advanced nutzen statt der Simple-Ansicht. Das allein halbiert die Kosten oft. Für alle anderen lohnt der Wechsel.
Fazit: Welche Coinbase Alternative passt zu dir?
Die Entscheidung hängt nicht an der Regulierung – Coinbase, eToro, Bitvavo und OKX sind allesamt MiCA-lizenziert. Sie hängt an deinem Anlagestil:
- Du bist Einsteiger oder willst Krypto, Aktien und ETFs in einem Depot: eToro. Höhere Transaktionsgebühr (1 %), dafür Multi-Asset, Copy-Trading und Demokonto.
- Du kaufst, um langfristig zu halten, oder besparst monatlich: Bitvavo. Maximal 0,25 %, Sparplan ab 10 Euro, günstigster Anbieter der Frankfurt-School-Studie. Ohne Provisionsinteresse empfohlen.
- Du handelst aktiv und willst Derivate: OKX. Spot ab 0,08 % mit X-Perps-Konto, regulierte Perpetuals bis 10x, monatlicher Proof of Reserves.
Wer sich unsicher ist, sollte mit der günstigsten Variante starten: Ein Sparplan bei einer Niedrigkosten-Börse verzeiht Anfängerfehler besser als ein Modell, das bei jedem Kauf zwei Prozent abzieht.
Häufige Fragen zu Coinbase Alternativen
Was ist die beste Alternative zu Coinbase?
Das hängt vom Anlegertyp ab. Für Einsteiger und Multi-Asset-Anleger ist eToro die beste Wahl, für langfristige Anleger und Sparplan-Nutzer Bitvavo mit maximal 0,25 % Gebühren, für aktive Trader OKX. Alle drei sind wie Coinbase MiCA-lizenziert und dürfen EWR-Kunden regulär bedienen.
Ist Coinbase in Deutschland reguliert?
Ja. Coinbase ist über die Coinbase Luxembourg S.A. seit dem 20. Juni 2025 von der luxemburgischen CSSF als Krypto-Dienstleister nach MiCA zugelassen und im ESMA-CASP-Register gelistet. Über das EU-Passporting darf Coinbase deutsche Kunden regulär bedienen. Der Wechsel zu einer Alternative ist damit keine Sicherheits-, sondern eine Kostenfrage.
Welche Coinbase Alternative hat die niedrigsten Gebühren?
Unter den EU-regulierten Anbietern ist Bitvavo am günstigsten: maximal 0,15 % Maker und 0,25 % Taker, volumenabhängig bis 0,04 %. Bei 1.000 Euro Roundtrip sind das rund 5 Euro. Bybit EU liegt mit pauschal 0,10 % und Finst mit 0,15 % Flat-Fee ebenfalls unter dem Coinbase-Niveau.
Kann ich meine Coins von Coinbase zu einer Alternative übertragen – und was gilt steuerlich?
Ja, per On-Chain-Transfer. Ein Transfer zwischen eigenen Konten oder Wallets ist kein Verkauf und löst keine Steuer aus. Ein Tausch – etwa von USDT in USDC – ist dagegen steuerlich relevant und startet die einjährige Haltefrist neu. Exportiere vor dem Wechsel unbedingt deine Transaktionshistorie als CSV.
Warum ist USDT bei MiCA-Börsen nicht handelbar?
Tether besitzt keine EMI-Zulassung nach MiCA, weshalb USDT als E-Geld-Token in der EU nicht angeboten werden darf. MiCA-lizenzierte Plattformen wie Coinbase, Bitvavo und OKX haben USDT-Paare deshalb aus dem Handel genommen. Standard sind stattdessen USDC und EURC, bei OKX zusätzlich USDG.
Lohnt sich ein Wechsel von Coinbase überhaupt?
Bei aktivem Handel ja. Der Unterschied zwischen rund 12 Euro (Coinbase Advanced) und rund 5 Euro (Bitvavo) pro 1.000-Euro-Roundtrip summiert sich bei mehreren Transaktionen pro Jahr deutlich. Wer die Coinbase-Simple-App nutzt, spart noch mehr. Bei ein bis zwei Käufen jährlich fällt der Effekt dagegen kaum ins Gewicht.
Zum Überblick: Dieser Wechsel-Guide ist Teil unseres Hubs Krypto-Börsen Alternativen – mit MiCA-Status, Gebühren-Matrix und allen Wechsel-Guides im direkten Vergleich.